Verbraucherschutz
Neue Regelungen bei Krediten und Dispozinsen


 
Banken müssen die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden künftig strenger prüfen. Wer sein Konto dauerhaft oder erheblich überzieht, muss ein Angebot zur Beratung erhalten. Der Bundesrat hat hierzu ein entsprechendes Gesetz gebilligt. Erst muss ein Kreditinstitut demnach sorgfältig prüfen, ob ein Antragsteller zahlungsfähig ist. Dann darf es künftig ein Darlehen gewähren. Dies liegt aber ohnehin im Interesse der Banken und Verbraucher. Denn sonst drohen Pfändung und Zwangsvollstreckung. Bei Immobilienkrediten müssen die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Kunden besonders eingehend geprüft werden. Mit dem Beschluss werden die EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie sowie Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Bei Immobiliendarlehen gilt zudem ein weitgehendes Verbot sogenannter Kopplungsgeschäfte. Bei Geschäften dieser Art gibt es das Darlehen nur im Paket mit anderen Finanzprodukten, etwa mit Sparkonten, Pfandbriefen oder Versicherungen. Ausgenommen davon sind im Verbraucherinteresse liegende Produkte wie Bausparverträge oder Riester-Sparverträge. Um ein "ewiges Widerrufsrecht" auszuschließen, erlischt es künftig spätestens nach einem Jahr und 14 Tagen. Für Altverträge, die zwischen dem 1. August 2002 und dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden, gilt das Widerrufsrecht nicht mehr wie bisher unbegrenzt. Spätestens drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes zum 21. März 2016 endet hier das Widerrufsrecht. Die Widerrufsbelehrung war in diesen Fällen häufig wegen eines Formfehlers und nicht wegen falschen Inhalts fehlerhaft.

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Artikel veröffentlicht am:
26.02.2016
Autor/in 
Redaktion die bank
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