Einsatz von Fremdkapital
Nachhaltigkeit bei der Kreditfinanzierung von Start-ups
 

Nachhaltigkeit ist längst eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Kaum ein etabliertes Unternehmen kann es sich leisten, nicht die entsprechenden Schlagworte zu bedienen. Aber spielt Nachhaltigkeit auch bei der Kreditfinanzierung von Start-ups eine Rolle? Unser Blick zeigt: Längst nicht so ganzheitlich und konsequent, wie es sinnvoll wäre. Unternehmen und Banken lassen Chancen liegen.

Ein beliebtes Totschlagargument gegen Nachhaltigkeit lautet, dass es nicht mehr als ein hohles Schlagwort sei, denn „alles sei heute nachhaltig“. Dabei ist für den Großteil der sogenannten beseelten Schöpfung mittlerweile auch klar, was dem Tierreich instinktiv immer bewusst war: Wer seine Ressourcen über das notwendige Maß hinaus verbraucht und seinen Lebensraum zerstört, wird sterben. Damit ist Nachhaltigkeit – zugegeben ein strapazierter Begriff – längst eine zentrale Anforderung an die gesamte Gesellschaft. Was genau der Ausdruck meint, ist ebenfalls seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten durchaus klar beschrieben. Die Anforderungen an Unternehmen sind inzwischen durch eine breite Fachcommunity meist unter dem Akronym CSR (engl. für Corporate Social Responsibility, deutsch „gesellschaftliche Unternehmensverantwortung“) gut definiert und mit Leitlinien wie der ISO 26000 auch mit breitem Konsens definiert worden. Daher ist Handeln angesagt. Viele Firmen, zumal in der deutschen Wirtschaft, haben das erkannt.

Trendsetter und Innovator sind in diesem Bereich, wie so oft, Start-ups. Sie engagieren sich für die Kreislaufwirtschaft, wie beispielsweise der niederländische Smartphone-Produzent Fairphone, oder für Recycling, wie das Leipziger Unternehmen binee. Faire Arbeits- und Produktionsbedingungen hat sich das Kölner Modelabel Armed Angels auf die Fahne geschrieben, neue soziale Arbeitsmodelle sind Leitthema des IT-Wiederverwerter AfB Social & Green IT aus Düren.

Fortschritt für die Gesellschaft erzielen

Das sogenannte Social Entrepreneurship, also soziales Unternehmertum, für dessen Motive auch die vorgenannten Unternehmen stehen, ist dabei keineswegs neu. Vor allem im Rahmen der Bio-Bewegung, mit ihren Wurzeln im grün-alternativen Milieu, ist „eingebaute“ Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten erprobt und erfolgreich. Nun erobern diese Gedanken unter dem Begriff Social Entrepreneurship jedoch immer mehr den Mainstream. Das Ziel besteht darin, durch ein Angebot geeigneter Produkte und Dienstleistungen gesellschaftliche Probleme zu lösen und infolgedessen einen Fortschritt für die Gesellschaft zu erzielen. Für diese Unternehmen spiegelt sich der Erfolg nicht allein im Gewinn wider, sondern auch in dem der Gesellschaft gestifteten Nutzen. Dass diese Art von Unternehmertum zunehmend auch in Deutschland an Bedeutung gewinnt, zeigt sich etwa durch Förderprogramme wie das Bon Venture. Dabei handelt es sich um einen sozialen Risikokapitalfonds, der gezielt Projekte des Social Entrepreneurship fördert.

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
09.04.2019
Erschienen in Ausgabe:
03/2019
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Quelle(n):

Bildquelle: ©shapecharge | istockphoto.com

Autor/in 
Riccardo Wagner, Laura Wohlleben, David Rinio
Prof. Dr. Riccardo Wagner ist Leiter der Media Faculty am Campus Stuttgart der Macromedia Hochschule und lehrt dort digitale Markenführung und Kommunikation.

Laura Wohlleben studiert Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing Management an der Macromedia Hochschule Stuttgart.

David Rinio studiert Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie an der Macromedia Hochschule Stuttgart.

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