Helaba untersucht Brexit-Folgen
Mindestens 8.000 Jobs für Frankfurt
 

Während die Brexit-Verhandlungen in ihre heiße Phase gehen und sich Großbritanniens Regierungschefin Theresa May mit ihren jüngsten Forderungen nach einem Sonderstatus wenig Freunde bei den EU-Länderchefs macht, werden in der Bankenbranche Tipps heiß gehandelt, welche Bank als erste den Umzug von London nach Frankfurt finalisiert.

„Aktuell haben 25 Brexit-Banken Frankfurt auserkoren – weit mehr als Paris oder andere Standorte“, heißt es im druckfrischen Papier „Finanzplatz Frankfurt“ der Helaba, indem Chefvolkswirtin Gertrud R. Traud diesmal den Brexit unter die Lupe nimmt und mit ihrem Team analysiert, bei welchen Londoner Banken so langsam das Kofferpacken beginnt. Helaba Research verhehlt dabei nicht, dass das Frankfurter Institut die Fortentwicklung des deutschen Finanzzentrums im Fokus hat und sich entsprechend engagiert, u. a. als Gründungsmitglied in der Initiative Frankfurt Main Finance.

Entsprechend freudig nimmt man es am Main zur Kenntnis, dass sich seit Jahresbeginn die Geschäftsverlagerungen bei immer mehr Instituten konkretisieren. Nach derzeitigem Planungsstand wollen jeweils sechs Banken ihren Standort von London nach Dublin bzw. Luxemburg verlagern, drei nach Amsterdam und neun Banken zieht es nach Paris. Da hat Frankfurt mit 25 hinzukommenden Banken ganz klar die Nase vorn, darunter Hochkaräter wie Barclays, CiCC, Citigroup, Goldman Sachs, JP Morgan oder Morgan Stanley. Die Helaba Volkswirte gehen davon aus, dass sich ab dem kommenden Jahr die Folgen des Brexits „deutlich positiv“ in der Beschäftigungsrate der Frankfurter Bankenszene auswirken werden. „Wir halten an unserer Prognose fest, dass durch den Brexit im Lauf der nächsten Jahre mindestens 8.000 Finanzjobs in Frankfurt geschaffen werden“, so Traut. Die vollständige Analyse steht auf der Website der Helaba bereit.  

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Artikel veröffentlicht am:
24.09.2018
Quelle(n):

Bildquelle: FangXiaNuo | istockphoto.com

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Redaktion die bank
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