Round Table: Digitalisierung im Private Banking
Mehr als nur Effizienzsteigerung und größere Kundennähe
 

Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kunde und Berater spielt im Private Banking seit jeher eine besonders große Rolle. Doch auch im vertrauensbasierten Geschäft mit vermögenden Kunden fasst die Digitalisierung immer stärker Fuß. Was bedeutet das für die Leistungsangebote und die künftige Kundenbetreuung? Wie kann und muss sich das Geschäftsmodell Private Banking unter dem Einfluss der mit Nachdruck fortschreitenden Digitalisierung ändern?

Über den Status und die besonderen Herausforderungen der Digitalisierung im Private Banking diskutierten Stefan Alsleben (Chief Digital Officer bei Donner & Reuschel), Dr. Martin Deckert (Generalbevollmächtigter Merck Fink Privatbankiers), Dr. Gerhard Grebe (Geschäftsführender Gesellschafter banXconsult und langjähriges Vorstandsmitglied der Bank Julius Bär Europe) und Wolfgang Strobel (Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser) mit Dr. Daniel Pehle und Hartmut Skubch (Skubch & Company Management Consultants). 

die bank: Das Geschäftsmodell der Privatbanken wird sich im Zug der Digitalisierung stark verändern. Die bisher im Private Banking durchgeführten Digitalisierungsmaßnahmen zielen trotzdem vor allem auf Prozessautomatisierung und eine Verbesserung der Effizienz. Ist das nicht ein Widerspruch?

Pehle: Der Schwerpunkt bisheriger Digitalisierungsinitiativen liegt nach unseren Erhebungen unter Privatbanken in der Tat auf der Weiterentwicklung des Betriebsmodells und hier insbesondere bei Investitionen in IT-Optimierung und Prozessautomatisierung. Zusammengenommen fließt mehr als die Hälfte aller Digitalisierungsinvestitionen in die Weiterentwicklung des bestehenden Betriebsmodells. Ein weiteres Drittel wird für die Weiterentwicklung des Marktantritts verwendet, vor allem die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebotes. In das Thema „Kompetenzaufbau“, inklusive Kultur, wird mit gerade einmal 15 Prozent noch relativ wenig investiert. Aus anderen Branchen wissen wir, dass dies ein geringer Anteil ist. 

Die starke Fokussierung der Digitalisierung auf das bestehende Geschäftsmodell ist auch insofern erstaunlich, als fast alle der von uns befragten Institute davon ausgehen, dass sich das Geschäftsmodell Private Banking, auch durch neue Markteintritte, künftig stark verändern wird. Ein wenig verblüfft hat uns zudem, dass die Digitalisierungsmaßnahmen in rund zwei Dritteln der befragten Privatbanken ohne eine Digitalisierungsstrategie durchgeführt werden. 

Das Fehlen einer strategischen Leitlinie erklärt möglicherweise, warum es bei den Digitalisierungsmaßnahmen momentan vor allem um Effizienzthemen bzw. um eine Optimierung des „Ist“ geht und weniger um veränderte oder neue Geschäftsmodelle, wie wir sie beispielsweise mit Versicherern heute diskutieren. Aktuell scheinen die Digitalisierungsprogramme eher taktischer Natur zu sein, als dass sie den Anspruch hätten, eine größere strategische Entwicklung zu gestalten.    

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
06.03.2019
Erschienen in Ausgabe:
02/2019
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Quelle(n):

Bildquelle: ©ExperienceInteriors | istockphoto.com

Autor/in 
Redaktion die bank
Eine Diskussionsrunde mit: 

Stefan Alsleben | Chief Digital Officer bei Donner & Reuschel

Dr. Martin Deckert | Generalbevollmächtigter Merck Fink Privatbankiers

Dr. Gerhard Grebe | Geschäftsführender Gesellschafter banXconsult und langjähriges Vorstandsmitglied der Bank Julius Bär Europe

Wolfgang Strobel | Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser

Dr. Daniel Pehle | Skubch & Company Management Consultants 

Hartmut Skubch | Skubch & Company Management Consultants 

Die Runde wurde moderiert von Volker Lindemann
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