Risikomanagement
Landkarte für Länderrisiken
 

Das Länderrisiko bezeichnet per definitionem die speziellen Verlustrisiken im Außenwirtschaftsverkehr, etwa aus dem Export oder Finanzgeschäften von Kreditinstituten. Die schwierigere Übung dabei ist, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, also Risikointerdependenzen, zu erkennen und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Risikokategorien im Risk Controlling zu berücksichtigen.

Das Länderrisiko bezeichnet per definitionem die speziellen Verlustrisiken im Außenwirtschaftsverkehr, etwa aus dem Export oder Finanzgeschäften von Kreditinstituten. Die schwierigere Übung dabei ist, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, also Risikointerdependenzen, zu erkennen und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Risikokategorien im Risk Controlling zu berücksichtigen. Im klassischen Credit Management konzentriert sich die Risikoanalyse meist auf die Fragen, wie hoch die Forderungsausfälle sind bzw. ob die vereinbarten Zahlungsziele von den Kunden eingehalten werden. Modernes Risikomanagement umfasst aber wesentlich mehr Risikokategorien. Gemäß einer Online-Umfrage der Zeitschrift RISIKO MANAGER überwachen mehr als 46 Prozent der befragten Risikomanager Länderrisiken als eigene Risikokategorie und nehmen diese in die Risikostrategie auf.
In welchen Ländern das politische Risiko aktuell besonders hoch ist, zeigt die neue Atradius Risk Map. Das Niveau und die Veränderung der Länderrisiken sind wichtige Indikatoren für das Risikomanagement bei Exportfinanzierung, globalen Handelsgeschäften und Auslandsengagements. Die Einschätzung der Länderrisiken basiert auf dem Atradius STAR Rating (Sovereign Transfer and Arbitrary Risk), das die Volkswirte des Kreditversicherers aktuell für über 250 Länder weltweit erstellen. In das Rating fließen aktuelle politische Ereignisse ebenso wie externe und interne Analysen ein. Das Länderrating erstreckt sich über eine Skala von 1 bis 10, wobei 1 (grün) das niedrigste Länderrisiko, 10 (rot) das größte Risikopotenzial anzeigt.

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Artikel veröffentlicht am:
27.08.2014
Autor/in 
Stefan Hirschmann
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