Targobank hat nachgerechnet
Karneval klingelt die Kasse

In den nächsten Tagen ist es soweit: Die „fünfte Jahreszeit“ steuert ihrem Höhepunkt entgegen, dem Straßenkarneval, bevor am Aschermittwoch „alles vorbei“ ist. Das gilt dann bei vielen Jecken, wie die Narren im Rheinland genannt werden, auch für den Kontostand und die Geldbörse: Es herrscht Ebbe in der Kasse! Karneval feiern geht ins Geld. Wie tief exakt, wollte die Targobank einmal genau wissen, und hat von Innofact Menschen in den Karnevalshochburgen nach ihren Ausgaben befragen lassen. 

Demnach lassen sich die deutschen Karnevalsfreunde das Vergnügen durchschnittlich 234 Euro kosten. In Köln jedoch, wo man nach eigenem Verständnis ohnehin am schönsten feiert (Sie werden uns diesen Anflug von Lokalpatriotismus hoffentlich nachsehen, aber unsere Redaktion sitzt in Köln…), sind es sogar über 281 Euro pro Kopf, die für Kostüm, Sitzungsbesuche, Teilnahme am Umzug, Fahrtkosten und Vereinsmitgliedschaften fällig werden. Platz 1 also für die Domstadt, und 3 x „Kölle alaaf“. 

Die Duisburger – auf Platz 10 Tabellenschlusslicht – berappen für die „tollen Tage“ durchschnittlich 178 Euro, und selbst im gutbetuchten Wiesbaden sind es „nur“ 206 Euro. Was die Kölner aber wohl am meisten interessiert, ist der Vergleich zum rheinischen Rivalen Düsseldorf: In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lassen sich die Karnevalisten das Vergnügen im Schnitt 232 kosten, das reicht nur für Platz 6 in der Statistik. Bei den reinen Kosten für Sitzungsbesuche indes liegen die Aachener mit deutlichem Vorsprung an der Spitze, 74 Euro gibt der Narr in der Kaiserstadt pro Abend im Schnitt aus.

Die Targobank ließ auch ermitteln, wie sich die Ausgaben im Vergleich zu den Vorjahren verändert haben. Und dabei schlägt die (noch) gute Konjunktur anscheinend durch, denn im Durchschnitt sagen die Feierwütigen in den Karnevalshochburgen, sie wollten in diesem Jahr 19,5 Prozent mehr ausgeben. Die Spannbreite liegt zwischen +13 Prozent in Koblenz und + 24 Prozent in Bonn. 15 Prozent aller Karnevalisten wollen es in diesem Jahr ein wenig sparsamer angehen lassen, und für 65 Prozent soll sich finanziell nichts ändern. 

Durchweg mehr Geld, im Schnitt 27 Prozent, wurde in diesem Jahr für die Kostüme eingeplant. Sparen können viele Karnevalisten hingegen bei den Vereinsbeiträgen: bei 15 Prozent sanken die Beiträge, nur 8 Prozent müssen nun für die Mitgliedschaft tiefer in die Tasche greifen. 

Und natürlich gibt es auch in den Hochburgen viele Menschen, denen der ganze Wahnsinn ziemlich egal ist und die sich die Frage stellen: Wer feiert überhaupt Karneval? Im Querschnitt der Hochburgen sagten in dieser Umfrage 65 Prozent der Befragten, dass sie aktiv feiern; die Ergebnisse lagen zwischen 52 Prozent in Koblenz, 66 Prozent in Mainz und 79 Prozent in Köln.  

Für diese Befragung wurden im letzten November insgesamt 1.071 Menschen interviewt. Die Befragten sind im Alter von 18 bis 69 Jahren und leben in Aachen, Bonn, Duisburg, Düsseldorf, Koblenz, Köln, Krefeld, Mainz, Rhein-Kreis Neuss und Wiesbaden. (kra) 

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Artikel veröffentlicht am:
25.02.2019
Quelle(n):
Bildquelle: brebca | iStockphoto
Autor/in 
Redaktion die bank
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