Echtzeitzahlungen per Smartphone
Italien zeigt, was möglich ist

Italien verzeichnet derzeit einen starken Anstieg von Echtzeitzahlungen über P2P-Payment-Services. Um Geld per Smartphone zu übertragen, müssen Nutzer einfach den Empfänger aus der persönlichen Kontaktliste, die in der Banking-App verfügbar ist, auswählen, einen Geldbetrag eingeben und optional eine Textnachricht hinzufügen. Mit einem einzigen Klick wird der Geldbetrag dann sofort überwiesen und steht dem Empfänger umgehend zur Verfügung. Der von den Technologieunternehmen SIA und GFT Technologies entwickelte italienische Zahlungsdienst „Jiffy“ hat nach eigenen Angaben mittlerweile die Marke von 4,2 Millionen Nutzern überschritten und ist damit nach dem schwedischen System Swish (5 Millionen Nutzer) und vor dem aus Großbritannien stammenden System Paym (3,5 Millionen Nutzer) zum zweitgrößten P2P-Zahldienst in Europa avanciert.

Wenn der Empfänger ein Girokonto bei einer Bank besitzt, die Jiffy bereits unterstützt, erfolgt die Last- beziehungsweise Gutschrift unmittelbar. Andernfalls wird die Zahlung in Wartestellung versetzt. Jedoch ermöglicht die App es, eine Nachricht zu senden, die auf die Zahlung aufmerksam macht und dem Empfänger die erforderlichen Schritte zur Abwicklung mitteilt. Auf dem italienischen Markt haben mehr als 20 Banken die Echtzeitlösung eingeführt, darunter die Banca Popolare di Milano, Intesa Sanpaolo, Banca Mediolanum, Monte dei Paschi di Siena, Raiffeisen und UniCredit. Nach dem nächsten Roll-Out soll der Service mehr als 32 Millionen italienischen Girokontoinhabern zur Verfügung stehen. Das entspricht mehr als 80 Prozent aller Bankkonten in Italien. Der durchschnittliche Betrag einer Transaktion beträgt etwa 50 Euro, wobei 40 Prozent aller Überweisungen im Wert von weniger als 25 Euro getätigt werden. Die Payment-Lösung ist mit den Instant-Payment-Empfehlungen des European Retail Payment Board (ERPB) konform und kann unmittelbar in die europaweite Instant-Payment-Infrastruktur eingebunden werden, die Ende 2017 von EBA-Clearing eingerichtet wird.

 

 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
21.03.2017
Quelle(n):
Bildquelle: Fotolia.com/Urheber: magdal3na
Autor/in 
Stefan Hirschmann
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