Digitale Transformation von Banken
Interne Hürden müssen gemeistert werden

Die deutsche Bankenbranche hat die Bedeutung des digitalen Wandels erkannt. Doch an der Umsetzung der digitalen Transformation hapert es noch, wie aus einer aktuellen Studie von FinTechCube in Zusammenarbeit mit der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft hervorgeht. Immerhin zählt für 58 Prozent der befragten Bankinstitute die Transformation zu den Top 3 der Unternehmensthemen. Und sogar rund 90 Prozent der Banken haben 2016 ihr Budget für Digitalisierungs- und Innovationsprozesse gegenüber dem Vorjahr aufgestockt. Lediglich knapp 10 Prozent geben an, dass die Digitalisierung  keine oder nur eine untergeordnete Rolle für das eigene Unternehmen spiele.

Obwohl die Bedeutung der digitalen Transformation für den zukünftigen Unternehmenserfolg beim Großteil der Banken mittlerweile erkannt wird, stockt die Umsetzung. So wird der bislang erzielte Fortschritt von den Befragten in den meisten Bereichen nur als gering bis mittelmäßig eingeschätzt. Grund sind dabei vor allem interne Widerstände: Die meist genannte Hürde stellt dabei die „Verteidigung bestehender Strukturen“ im Unternehmen dar. Doch auch die fehlenden Personalresourcen und ein fehlendes internes Know-How machen es den Banken schwierig, den Anschluss an den digitalen Wandel beizubehalten. Zudem brauchen Finanzinstitute weitaus mehr Geduld und einen höhere Toleranz gegenüber Fehlversuchen die zugunsten der Innovationen eintreten können.  

Ein Mittel für eine schnellere und erfolgreichere Digitalisierung sehen viele Bankinstitute nach wie vor in der Kooperation mit FinTechs – 95 Prozent sind von einer Zusammenarbeit überzeugt. Dies wird auch von Kundenseite bestätigt. Jeder zweite Privatkunde wünscht sich von seiner Bank eine stärkere Zusammenarbeit mit FintTechs. Die Befragung zeigt allerdings auch eine deutliche Diskrepanz zwischen den Kundenwünschen und dem derzeitigen Angebot der Banken: Während sich Kunden vor allem Kooperationen in Bereichen E-Commerce, Crowdfunding und Crowdinvesting sowie P2P-Payment und Blockchain wünschen, sind Start-up-Partnerschaften in diesen Segmenten bislang nur selten zu finden.

 

 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
30.01.2017
Autor/in 
Stefan Hirschmann
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