Privatisierung bis 2018
HSH Nordbank und EU-Kommission einigen sich

Im EU-Beihilfeverfahren haben die HSH Nordbank und die EU-Kommission eine Einigung erzielt, womit die offenen bilanzrelevanten Fragen – wie die Bewertung des an die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein zu übertragenden Portfolios – geklärt sind. Die EU bestätigt die bereits 2013 vorläufig genehmigte Wiedererhöhung der Garantie von 7 auf 10 Mrd. €. Jetzt werde ein formeller Kommissionbeschluss auf den Weg gebracht. Die Garantie stammt aus dem Jahr 2009 und deckt ausschließlich Altrisiken bis zu diesem Zeitpunkt ab.
Die HSH Nordbank wird ihren Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 auf dieser Grundlage aufstellen. Die Bank wird im Jahr 2016 im Zug der Transaktion eine harte Kernkapitalquote (CET-1) von mehr als 12 Prozent ausweisen und damit einen im Marktvergleich angemessenen Wert zeigen. Die Verhandlungspartner haben sich darauf geeinigt, dass die HSH Nordbank einen Teil ihrer Altlasten an die Mehrheitseigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein überträgt, weitere notleidende Kredite selbst am Markt veräußert und zugleich niedrigere Gebühren für die Garantie an die Ländereigner entrichtet.
Außerdem soll die HSH Nordbank nach dem Willen der EU-Kommission bis 2018 privatisiert werden. Dies kann durch den Verkauf an strategische Investoren aus dem In- oder Ausland und auch unter Mitwirkung anderer Landesbanken geschehen. Hamburg und Schleswig-Holstein werden der Vereinbarung zufolge ihren Mehrheitsanteil abgeben, dürfen gleichwohl für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren mit insgesamt 25 Prozent beteiligt bleiben, teilte die Bank mit.

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Artikel veröffentlicht am:
22.03.2016
Autor/in 
Redaktion die bank
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