Von Mark Dowding
„Harter Brexit ist wieder wahrscheinlicher“
 

Der traurige Zustand der britischen Regierung und die chaotischen letzten Tage von Theresa May als Premierministerin überschatten die Lage in Großbritannien.

Wenn May das Amt aufgibt, scheinen mit ihr auch die letzten Hoffnungen auf ein Austrittsabkommen zwischen der EU und Großbritannien zu verschwinden. Denn Brüssel hat kein Interesse daran, mit einem Brexit-Hardliner neu zu verhandeln, sodass die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits wieder deutlich ansteigt.

Allerdings wird es jeder neue Premierminister schwer haben, einen harten Brexit durch das Parlament zu bekommen – zahlreiche konservative Abgeordnete stehen weiter fest zur EU. Konsequenterweise steigt das Risiko von Neuwahlen. Dann gäbe es eine realistische Chance, dass wir eine von Labour geführte Koalitionsregierung bis Ende des Jahres sehen.

Als Folge erwarten wir weiteren Druck auf den Pfund-Kurs, und wir erwarten, dass das Pfund die Tiefststände ähnlich wie nach dem Brexit-Abkommen noch einmal erreicht. Darüber hinaus gehen wir von viel höheren Zinsen für Gilts aus und behalten weiterhin Short-Positionen sowohl für die Währung als auch für Gilts. Das Brexit-Endspiel findet noch vor Ende des Jahres statt – und die Auswirkungen auf die Märkte könnten sich in naher Zukunft zeigen.

Ein Marktkommentar von Mark Dowding, Partner und Chief Investment Officer von Blue Ray, einem Spezialisten für Fixed-Income-Management.

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Artikel veröffentlicht am:
24.05.2019
Autor/in 
Mark Dowding


Partner und Chief Investment Officer von Blue Ray, einem Spezialisten für Fixed-Income-Management.
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