Kryptowährungen
Gut bekannt und kaum genutzt
 

Immer bekannter, aber trotzdem mit viel Skepsis behaftet – so lässt sich der aktuelle Zustand in Sachen Kryptowährungen zusammenfassen. Rund 88 Prozent der Verbraucher kennen bereits virtuelle Zahlungsmittel, das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Befragten betrachten Kryptowährungen dabei als Nischenprodukt. Als stärkste Anlageform wird Gold bevorzugt, gefolgt von staatlichen Währungen, erst mit weitem Abstand benennt weniger als ein Drittel der Befragten Kryptowährungen eine wertvolle Anlage. Von den 1.000 Verbrauchern, die BearingPoint in Deutschland befragen ließ, glauben zudem nur 31 Prozent daran, dass Kryptowährungen das Potenzial haben, traditionelle Zahlungsmittel abzulösen. Das sind drei Prozent weniger als im Jahr 2017.

Das Interesse an Bitcoin & Co. war mit dem starken Kursanstieg gestiegen und mit dem anschließenden Kursverfall auch wieder gesunken. Die fehlende Regulierung bestärke das Unsicherheitsgefühl gegenüber Kryptowährungen, erläutert Robert Bosch, Partner im Bereich Financial Services bei der Unternehmensberatung BearingPoint. 

Wenn es um das Wissen und die Nutzung von Kryptowährungen geht, zeigt sich ein unterschiedlicher Zugang von Männern und Frauen: Mit 25 Prozent haben sich wesentlich mehr Männer näher mit der alternativen Währung befasst als Frauen (9 Prozent). Und viermal mehr Männer als Frauen haben Kryptowährungen bereits gekauft. Hinsichtlich der Altersklassen gibt es weniger große Unterschiede, Kryptowährungen sind in allen Altersgruppen fast gleich bekannt. Allerdings nimmt der Anteil der tatsächlichen Nutzer mit steigendem Alter ab. Während unter den 18-29-Jährigen noch 22 Prozent die virtuellen Währungen nutzen, so sind es unter den 30-49-Jährigen nur noch 17 Prozent, und unter den über 50-Jährigen lediglich 13 Prozent. Auch beim Bildungsniveau lässt sich eine Tendenz erkennen: Befragte mit Abitur und Studium nutzen Kryptowährungen nicht nur doppelt so häufig wie Befragte mit Hauptschulabschluss, unter ihnen sind auch weniger Befragte, die sich überhaupt nicht mit dem Thema auskennen (7 versus 19 Prozent). Die absoluten Zahlen der tatsächlichen Nutzer sind alles in allem aber sehr klein. Lediglich 5 Prozent aller Befragten haben Kryptowährungen bereits erworben. Die Nutzer spekulieren dabei zumeist auf eine Wertsteigerung.

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Artikel veröffentlicht am:
09.05.2018
Quelle(n):
Bildquelle: ©bodnarchuk / istockphoto.com
Autor/in 
Redaktion die bank
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