Customer Lifecycle Management
Großes Entwicklungspotenzial im Firmenkundengeschäft
 

Kreditinstitute sehen sich vermehrt mit den komplexen Herausforderungen der Geldwäscheprävention konfrontiert. Gerade im Firmenkundengeschäft sind die Anforderungen besonders umfangreich und mit viel Aufwand verbunden. Hinzu kommt, dass die betroffenen Prozesse oft nicht kundenfreundlich ausgestaltet sind. Eine kundenzentrische Ausrichtung an dieser Stelle birgt jedoch große Chancen, wie beispielsweise Wettbewerbsvorteile und potenzielle Kosteneinsparungen.

Die Vorzeichen im Verhältnis zwischen Anbieter und Kunde stehen seit Beginn des Digitalisierungszeitalters auf Wechsel. Dies gilt auch für das Firmenkundengeschäft in der Finanzbranche, und es fordert bestehende Prozesse etablierter Banken und anderer Finanzdienstleister heraus. Gleichzeitig steigen sowohl der Grad der Regulierung als auch die Frequenz, mit der diese aktualisiert wird.

Ein Bereich, der von diesen Entwicklungen akut betroffen ist, ist die Geldwäscheprävention. Immer häufiger gerät das Thema durch öffentlichkeitswirksame Razzien bei bekannten Banken in den Fokus der Öffentlichkeit und in die Schlagzeilen.

Auf 16 Mrd. € bezifferte die Ratingagentur Moody’s kürzlich den Umfang von Geldbußen europäischer Banken im direkten Zusammenhang mit Pflichtverletzungen hinsichtlich der Geldwäsche- und Sanktionsrichtlinien. Doch nicht nur Strafzahlungen, sondern auch eine verstärkte Beobachtung durch den Regulator sowie die erforderlichen Investitionen in Compliance-Strukturen und -Prozesse sind mit Kosten für die Finanzinstitute verbunden, denen zumindest keine direkten Ertragsmöglichkeiten gegenüberstehen.

Grundsätze der Geldwäscheprävention

Als Grundsätze der Geldwäscheprävention gelten die Begriffe Know Your Customer (KYC) und Customer Due Dilligence (CDD). Diese beschreiben insbesondere Sorgfaltspflichten zur Identitätsklärung von Neukunden und der Beschaffung von Informationen zu Zweck und Art der Geschäftsbeziehung sowie deren kontinuierlicher Überwachung inkl. dazugehörender Transaktionen.

An dieser Stelle ist hervorzuheben, dass KYC und CDD Finanzinstitute vor besondere Herausforderungen bezüglich Umfang, Komplexität, Auslegung und Umsetzung stellen. Infolgedessen sind mit der Umsetzung sich regelmäßig ändernder Vorgaben vonseiten des Regulators signifikante Risiken für Ertrags- und Finanzlage sowie für die Reputation des Finanzinstituts verbunden.

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
12.11.2019
Erschienen in Ausgabe:
09/2019
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Quelle(n):

Bildquelle: iStock.com/kata716

Autor/in 
Alessandro Agostini, Maximilian Beckmann, Andreas Hock
Alessandro Agostini ist Manager bei LPA. Sein Beratungsfokus liegt auf der Optimierung & Digitalisierung von Prozessen für Banken.

Maximilian Beckmann ist als Manager im gleichen Unternehmen tätig. Er beschäftigt sich vornehmlich mit der strategischen Ausrichtung von Banken im Kapitalmarktgeschäft.

Andreas Hock
ist Manager in der gleichen Frankfurter Beratung. Sein Schwerpunkt ist die Entwicklung digitaler Lösungen an der Schnittstelle zwischen Kunde und Bank.
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