Initiative Deutsche Zahlungssysteme
Fortschritt in den Portemonnaies

Die Frage nach der Beständigkeit des Bargelds und der Zukunft des Bezahlens sind eng mit der Digitalisierung der Finanzdienstleistungen und -produkte verbunden. Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends der Initiative Deutsche Zahlungssysteme in Berlin stand die Frage im Vordergrund, ob sich das Akzeptanz- und Adoptionsverhalten der Verbraucher an das Innovationstempo des Markts anpasst oder ob sich beim Bezahlen – einem Bereich, der von einem hohen Vertrauens- und Sicherheitsbedürfnis geprägt ist – jene Zahlungsarten durchsetzen, die sich bereits langfristig bewähren konnten.

Die Initiative Deutsche Zahlungssysteme versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die bargeldlosen Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereitstellen. Sie beobachtet Trends und Entwicklungen und greift diese auf, um sich gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) und auf Basis der bargeldlosen Bezahlverfahren GeldKarte, girogo und girocard für Fortschritt in den Portemonnaies der Verbraucher einzusetzen.

In der heutigen Finanzwirtschaft stünden vertraute und bewährte Zahlungsprodukte zunehmend neuen Geschäftsmodellen gegenüber. „Zwischen diesen Interessen und Perspektiven will die Politik einen Ausgleich finden. Es muss gelingen, Innovationen bei Finanzdienstleistungen entsprechend zu fördern, den Schutz der Verbraucher aber in bekanntem Maße zu wahren“, sagte Bundestagsabgeordneter Dr. Jens Zimmermann als Keynote-Speaker. Er bezeichnete den großen Vertrauensvorschuss der Banken als Gewicht, von dem neue Player auf dem Markt nur träumen könnten. Die Öffnung hin zu neuen Geschäftsmodellen und Technologien gelte es als Chance wahrzunehmen.

Die Deutsche Kreditwirtschaft tut dies schon längst. Joachim Fontaine vom Bundesverband deutscher Banken schilderte die Erfolge und Herausforderungen der letzten 25 Jahre seit Einführung der girocard. Die Debitkarte habe es geschafft, eine feste Stellung im Markt des bargeldlosen Bezahlens einzunehmen und damit Bewährtes mit stetiger Weiterentwicklung zu verbinden. Nun solle die Erfolgsgeschichte im Rahmen eines umfassenden Innovationsmanagementprozesses, der auch den Erprobungsstandort Kassel als „girocard city“ beinhaltet, fortgesetzt werden. Wie das gelingen kann und was digitale Innovation leisten muss, um sich nachhaltig durchzusetzen, beleuchtete Jan-Paul Leuteritz vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Sein Vortrag zur Technologieaufgeschlossenheit der Deutschen bot den Anwesenden einen Einblick in die Psychologie der Verbraucher, wenn es um modernes Bezahlen geht, und die Benutzerfreundlichkeit von kontaktlosen Bezahlterminals.

 

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Artikel veröffentlicht am:
18.03.2016
Autor/in 
Redaktion die bank
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