Finanzmärkte
Folgen des Brexits für Warenderivate

Nach Vorstellungen der EU-Kommission soll Großbritannien nach dem Ausstieg aus der Europäischen Union kein gleichwertiger regulierter Finanzmarkt mehr sein. Die FDP-Bundestagsfraktion möchte in einer Kleinen Anfrage (19/8114) von der Bundesregierung wissen, welche Folgen dies für die deutsche Wirtschaft hat. Dies teilte der Informationsdienst „heute im bundestag“ (hib) am Mittwoch in Berlin mit. Gefragt werde etwa, ob die Regierung die Ansicht der deutschen Realwirtschaft teile, dass die Einschränkung oder gar der Wegfall des börsengehandelten Waren- und Derivatehandels zu höheren Rohstoff- und Produktpreisen, insbesondere zu höheren Strompreisen, führen könne, da kein gleichwertiger Handelsplatz innerhalb der verbleibenden EU-27 zur Verfügung stehe. 

Unterdessen übte der Bundesverband deutscher Banken (BdB) Kritik am erneuten Scheitern des Brexit-Vertrags am Dienstagabend im britischen Abgeordnetenhaus. „Die britische Politik handelt unverändert irrational. Mit der Ablehnung des Austrittsabkommens ist ein geregelter Austritt am 29. März 2019 kaum noch möglich“, erklärte Bankenpräsident Hans-Walter Peters. Ohne irgendeine Verabredung über die künftigen Beziehungen sei das Tischtuch nahezu zerschnitten. „Ob es weiterhin enge wirtschaftliche Beziehungen zum Vereinigten Königreich geben kann, steht in den Sternen. Wir hätten sie gewünscht, das Vereinigte Königreich hätte sie gebraucht“, fügte Peters hinzu. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
13.03.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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