Bankenpräsident zu G20
Finanzmärkte international einheitlich regulieren

„Die G20-Mitglieder haben nach Pittsburgh 2009 mit ihrer Regulierung der Finanzmärkte Maßstäbe gesetzt, die richtigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen, die Märkte stabilisiert und die ganze Branche widerstandsfähiger gemacht“, erklärt Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes.

Doch sei jetzt richtig und sinnvoll, die nicht immer koordinierten beziehungsweise nicht ausreichend aufeinander abgestimmten Regelungen kritisch zu überprüfen. „Dabei dürfen wertvolle Errungenschaften, insbesondere auf international vereinheitlichter Basis, nicht auf der Strecke bleiben“, so Peters. Finanzmarktregulierung sei dabei immer auch ein laufender Prozess, der neue Gegebenheiten, wie zum Beispiel die Digitalisierung, berücksichtigen sollte. „Umso sinnvoller ist es, dass die G20-Mitglieder die internationalen Organisationen wie den IWF, die OECD und das Financial Stability Board (FSB) miteinbeziehen, denn nur international abgestimmt lassen sich Regeln wirksam und ohne Wettbewerbsverzerrungen umsetzen“, betont der Bankenpräsident.

„Nicht zu unterschätzen ist dabei der Beitrag des FSB, das mit seinen Ergebnissen zu Risiken aus dem Schattenbankensektor und der Implementierung der OTC-Derivateregulierung ganz wesentliche Impulse für die heutige Diskussion der G20-Finanzminister geliefert hat“, so Peters weiter. Wichtig sei nun, dass die Regulierung die Kreditinstitute nicht daran hindern dürfe, ihre Schlüsselrolle für die Wirtschaft wahrnehmen zu können, insbesondere bei der Kreditfinanzierung. Wer die Widerstandsfähigkeit von Volkswirtschaften gegen Krisen erhöhen wolle, dem zweiten Schwerpunkt des G20-Gipfels, der müsse auch wirtschaftliche Strukturreformen entschlossen angehen. Der Bankenpräsident mahnt: „Werden diese nicht oder nicht entschlossen genug umgesetzt, können Risiken entstehen, die sich in der Zukunft negativ auf Weltwirtschaft wie globales Finanzsystem auswirken können.“

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
17.03.2017
Quelle(n):
Textquelle: Bundesverband deutscher Banken e. V.
Autor/in 
Redaktion die bank
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