Investitionsalternative
Family Offices entdecken Impact Investing
 

Auch für wohlhabende Familien stehen in der Anlageallokation Kapitalerhalt und Renditeerzielung im Vordergrund. Allerdings ist zunehmend der Wunsch nach Erzielung einer sozialen und ethischen Wirkung ihrer Kapitalanlagen zu beobachten.

Wirkungsorientiertes Investieren ist im englischen Sprachraum als Impact Investment bekannt. Der Begriff wurde 2007 von der US-amerikanischen Rockefeller Foundation geprägt. Er beschreibt Investitionen, mit denen zum einen finanzielle Ziele sowie soziale und ethisch motivierte Zielsetzungen verfolgt werden.1 Weltweit wird auf die Definition des Global Impact Investing Networks (GIIN) von J.P. Morgan am häufigsten Bezug genommen, das diese Anlageform als Investment beschreibt, das neben finanziellen Renditen positive gesellschaftliche Auswirkungen bezweckt. Zu den ethischen Zielen gehören beispielsweise die Reduzierung von Armut, Sicherstellung der Ernährung oder Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz. Impact Investoren streben als Zielfunktion das Erreichen einer bestimmten Wirkung an und als Nebenbedingungen Kapitalerhalt sowie eine gewisse, aber oft niedrigere als marktübliche Verzinsung. 

Professionell gemanagte Familienvermögen werden zunehmend über das Instrument der sogenannten strategischen Asset Allocation (SAA) gesteuert. Diese teilt das Investmentuniversum in unterschiedliche Anlageklassen mit ihren jeweils gewünschten Investmentvolumen sowie Risiko-Renditeprofilen auf. Durch die Simulation von Erwartungswerten für einzelne Anlageklassen in Bezug auf Risiko und Rendite werden Vermögensallokationen für das gesamte Portfolio festgelegt.

In diesem Rahmen findet auch eine Analyse Alternativer Investments statt. Der aktuellste World Wealth Report von CapGemini zum Vermögen wohlhabender Privatpersonen zeigt, dass der Anteil Alternativer Investments am Gesamtvermögen von 2014 bis 2016 von 13,5 Prozent auf 15,7 Prozent angestiegen ist. Damit hat diese Anlageklasse in der Strategischen Asset Allokation vermögender Privatpersonen insbesondere gegenüber der mit 23,5 Prozent recht hohen Position der Cash- bzw. Liquiditätshaltung großes Potenzial.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsphase wird derzeit von vermögenden Familien der Anteil von Einlagen und festverzinslichen Wertpapieren reduziert, und es wird zunehmend der Wunsch nach Alternativen Investments geäußert. 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
19.02.2018
Erschienen in Ausgabe:
02/2018
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Quelle(n):
Bildquelle: ©borgogniels / iStockphoto.com
Autor/in 
Christoph Pitschke, Thomas Rüschen
Dr. Christoph Pitschke ist Leiter der Bereiche Immobilien und Beteiligungen der Deutsche Oppenheim Family Office AG. Davor war er als Manager für Immobilien-Spezialfonds tätig und hat die Immobilienberatung für Family Offices der Deutschen Oppenheim aufgebaut und geleitet. Dr. Thomas Rüschen ist Vorstandsvorsitzender der Deutsche Oppenheim Family Office AG. Davor war er seit 1990 in verschiedenen Funktionen innerhalb der Bereiche Corporate und Investment Banking sowie Asset Management für die Deutsche Bank tätig.
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