Blockchain-Handelsplattform der Banken
Erste Live-Transaktionen
 

we.trade, ein von neun europäischen Banken gegründetes Konsortium, hat die ersten Live-Transaktionen auf der Plattform bestätigt. In den letzten fünf Tagen hätten zehn Unternehmen in fünf Ländern Transaktionen mithilfe von vier Banken durchgeführt. Diese Transaktionen, so das Unternehmen in einer eigenen Darstellung, seien die ersten kommerziell nutzbaren Open-Account-Trades, die die Blockchain-Technologie verwenden.

Für die UniCredit zeigte sich Gianfranco Bisagni, Co-Head Corporate und Investment Banking, von diesem ersten kleinen Erfolg angetan. Die Zusammenarbeit mit we.trade sei ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft der Bank im Bestreben, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. „Darin steckt das Potenzial, Handelsbeziehungen zwischen KMU neu zu definieren und ein offeneres und zugänglicheres System zu schaffen. " Als „disruptives Modell, das die Zukunft der globalen Handelsfinanzierung verändern könnte", bezeichnete Parm Sangha, GBS Blockchain Leader bei IBM, das Banken-Netzwerk. Die Leistungsfähigkeit der Blockchain-Technologie für Unternehmen sei damit unter Beweis gestellt worden. Roberto Mancone, COO von we.trade, nannte die Live-Transaktionen eine „herausragende Errungenschaft für alle Beteiligten“ und eine „Zusammenarbeit vom Feinsten."

Derzeit ist das Angebot von we.trade in elf europäischen Ländern verfügbar, neben Deutschland sind auch Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien dabei. Das Unternehmen war zum Jahresbeginn 2017 als Joint Venture von der Deutschen Bank, HSBC, KBC, Natixis, Nordea, Rabobank, Santander, Société Générale und UniCredit gegründet worden und startete unter dem Namen Digital Trade Chain. Seither wird gemeinsam nach digitalen, effizienten und kostengünstigen Möglichkeiten für internationale Handelsgeschäfte gesucht. Die Lösung von we.trade basiert auf der IBM Blockchain-Plattform mit Hyperledger Fabric. Die Kunden – Firmenkunden und deren Banken – können sich über ihre Bank bei der Plattform registrieren gewinnen dadurch Zugang zu einer einfachen Benutzeroberfläche und der Nutzung sogenannter Smart Contracts. Die Plattform adressiert dabei die verschiedensten Herausforderungen der Unternehmen rund um die Verwaltung, Nachverfolgung und Absicherung von Handelsgeschäften. 

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Artikel veröffentlicht am:
03.07.2018
Quelle(n):

Bildquelle: ©Wenjie Dong | istockphoto.com

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Redaktion die bank
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