EU-Aktionsplan zu FinTechs
Digitalisierung der Finanzmärkte

Um Europa als Innovationsstandort zu fördern, begrüßt die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) den FinTech-Aktionsplan der Europäischen Kommission. Die Geschwindigkeit einiger Innovationen für Bank- und Finanzdienstleistungen und deren internationale Verbreitung rechtfertige einen solchen Plan. Im Hinblick auf Initial Coin Offerings (ICO) hält die Interessenvertretung der fünf deutschen kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände ein abgestuftes Vorgehen für sinnvoll, das sowohl Produktanbietern als auch Investoren Rechtssicherheit bietet. Ein einheitliches Verständnis der europäischen Aufsichtsbehörden sei auch bei der Kategorisierung von Token zu begrüßen. Auf Basis einer weiterführenden, tiefergehenden Definition sollte eine regulatorische Einordnung u. a. von Kryptowährungen, ICO und Distributed Ledger Technologien auf europäischer Ebene angestrebt werden und erst danach, auf dieser Grundlage, ein legislativer Handlungsbedarf ermittelt werden. Allerdings bemängeln die Banken und Sparkassen, dass alles zu langsam voran gehe. Die EU-Kommission sollte sich sofort und nicht erst im weiteren Jahresverlauf mit diesen Themen befassen.


Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands Andreas Krautscheid lobte, die Europäische Kommission habe mit ihrem Aktionsplan die Bedeutung der Digitalisierung im Finanzmarktbereich erkannt. Es sei richtig, vor allem auf Empfehlungen und Leitlinien zu setzen, statt eine neue Gesetzgebung anzustoßen. Im Sinne besserer Produkte und besserer Dienstleistungen würde den Chancen und Potenzialen neuer Technologien Rechnung getragen. 
Der Bankenverband hatte sich in den letzten Jahren für innovative Finanz-Start-ups geöffnet und nimmt diese als außerordentliche Mitglieder auf. Auch deshalb hat der Verband einen direkten Draht zu den aktuellen Fragen. „Wir erörtern mit unseren FinTech-Mitgliedern darüber hinaus viele Themen, die zukünftig noch intensiver in der europäischen Diskussion Platz finden müssen. Dazu gehören Verbesserungen bei der EU-weiten Anerkennung nationaler Know-Your-Customer-Anforderungen oder bei den Anforderungen zu Datennutzung und -management ebenso wie Fragen einer stärkeren europäischen Angleichung von Outsourcing-Vorschriften“, betonte Krautscheid. Die Digitalisierung kenne keine geografischen Grenzen.  Deshalb lege die Kommission mit ihrem Aktionsplan zu Recht Wert auf EU-weite Lösungen.

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Artikel veröffentlicht am:
08.03.2018
Autor/in 
Redaktion die bank
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