Pricing
Digitalisierung als Ertragschance
 

Neue, digitale Angebote und Vergleichsmöglichkeiten drücken auf Preis und Volumen und erhöhen so den Margendruck bei Banken. Das Thema Digitalisierung steht daher ganz oben auf der Agenda der Bankvorstände, vor allem um Kosten zu sparen und effizienter bzw. agiler zu werden. Bislang schafft es aber nur eine von sechs Banken, ihre Topline durch Digitalisierung zu verbessern. Was muss geschehen, um digitale Monetarisierungsstrate­gien zum Erfolg zu bringen?

In der häufig als traditionell angesehenen Bankenbranche ist das Thema Digitalisierung voll angekommen. Zahlreiche Institute haben Digitalisierungsinitiativen aufgelegt, mit denen Geschäftsmodelle transformiert und Kostenstrukturen verbessert werden sollen. Dabei gehen die Investitionen häufig in den zehnstelligen Euro-Bereich. 

Solch große Investitionen scheinen auch notwendig. Digitale Wettbewerber versuchen verstärkt, mit neuen Services profitable Stücke vom Kuchen zu gewinnen. Dabei zeigt sich, dass neben der zunehmenden Konkurrenz unter den etablierten Banken nicht nur FinTechs am Start sind, sondern auch große Internet- und Technologiemarken wie Amazon, Apple oder Google auf den Plan treten. So zieht aktuellen Studien zufolge mittlerweile bereits ein Drittel der US-Bürger den Abschluss eines Finanzprodukts bei einem der genannten Technologieunternehmen in Erwägung.

Aus welchen Gründen investieren Banken in die Digitalisierung? Zum einen, um Kosten zu senken, zum anderen als notwendige Verteidigungsmaßnahme gegen diese neue digitale Konkurrenz. Als Quelle für Ertragswachstum werden Digitalisierungsinitiativen allerdings immer noch verkannt. Entsprechend zaghaft muten manche digitale Innovationen an: Meist sind es im ersten Schritt Offline-Leistungen (z. B. Girocard fürs Ausland freischalten lassen, Kontotransaktionen als Datei herunterladen etc.), die sich als Self-Service Features in den Apps und Online-Portalen wiederfinden. 

Damit können Banken zwar Kosten einsparen, doch erwarten Kunden meist, dass diese Leistungen auch in ihrer digitalen Form gratis bleiben. So wird dann auch eher für die alten Offline-Leistungen als für die neuen digitalen Leistungen ein Preis erhoben. Damit können Banken immerhin eine Steuerungswirkung hin zu den digitalen Angeboten erzielen. 

Sie übersehen bisher jedoch meist, dass in den neuen Online- und Mobile-Banking-Angeboten zunehmend Funktionen und Features entstehen, für die Endkunden auch bereit sind, etwas zu bezahlen. Deshalb finden sich derzeit auch kaum Preispunkte für digitale Services im Sinn von umgesetzten Monetarisierungs- und Differenzierungsstrategien. 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
07.05.2018
Erschienen in Ausgabe:
04/2018
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Quelle(n):
Bildquelle: ©MicroStockHub | istockphoto.com
Autor/in 
Jens Baumgarten, Benjamin Wellstein, Johann Thieme
Jens Baumgarten ist Senior Partner in der globalen Banking Practice bei Simon-Kucher & Partners. Seine Beratungsschwerpunkte liegen auf Value Management, Strategischem Pricing und Sales Optimization. 

Dr. Benjamin Wellstein ist Director in der globalen Banking Practice bei Simon-Kucher. Er berät insbesondere zu Value-Based-Pricing-Strategien sowie Produkt-/Preisdifferenzierung der (digitalen) Lösungen von Finanzdienstleistern.

Dr. Johann Thieme ist Director in der globalen Banking Practice bei Simon-Kucher. Seine Schwerpunkte liegen auf Preis- und Produktoptimierung sowie Umsetzung und Monetarisierung digitaler Lösungen für Banken.
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