Banken und FinTechs
Digitalen Umbruch nicht verschlafen

Die Attraktivität Deutschlands als FinTech-Standort muss verbessert werden. "Der Wettbewerb um die Ansiedlung von FinTechs ist bereits in vollem Gange. Wir dürfen den digitalen Umbruch im Bereich der Finanzindustrie nicht verschlafen", betont Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands. Die privaten Banken seien bereits sehr aktiv.  Auf Seiten der Politik müsse aber entschlossener gehandelt werden. Es sei daher notwendig, rasch und zielgerichtet die notwendigen Entscheidungen zu treffen.     

Der Bankenverband hält fünf Maßnahmen für vordringlich, um die Attraktivität des Finanzplatzes Deutschland zu verbessern. Als erste Maßnahme brauchen Finanzdienstleister verbindliche Auskünfte zur regulativen Behandlung ihrer Tätigkeit. Dies hilft insbesondere FinTechs, die dann mit Rechtssicherheit auf Investorensuche gehen können. Dabei könnten neu zu schaffende Beratungseinheiten neue Finanzdienstleister, vor allem FinTechs, im Prozess der regulativen Prüfung und ggf. Genehmigung von Geschäftsmodellen unterstützen. Relevante Datenschutzfragen sollten auf Bundesebene konzentriert bzw. verlässlich zwischen den Ländern koordiniert werden. Als vierte Maßnahme hält der Bundesverband eine weitere europäische Integration im Zivilrecht sowie in Fragen des  Verbraucher- und Datenschutzes für notwendig, um grenzüberschreitend Dienstleistungen anbieten zu können. Der regionale Standortwettbewerb innerhalb Deutschlands sollte zugunsten einer gemeinsamen Vermarktung des Finanz- und FinTech-Standorts Deutschland konzentriert werden.

 

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Artikel veröffentlicht am:
17.02.2016
Autor/in 
Redaktion die bank
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