Regionale Stärken entdecken
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Banken stehen von den verschiedensten Seiten unter Druck, sodass es eher um die Wahrung von Beständen als um die Ausweitung der Geschäfte geht. Allerdings können sich Banken auf ihre Stärken besinnen, die für Geschäftsfelder auch außerhalb des Bankensektors relevant sind. Insbesondere regionale Banken können hier ihre Rolle neu definieren.

Die Rolle von Banken hat sich im Lauf ihres Bestehens immer wieder verändert. Neben der Kernfunktion – der Ausgabe von Krediten, Bereitstellung von Anlageprodukten sowie dem Zahlungsverkehr – gibt es eine Vielzahl von Zusatzangeboten. Diese reichen von der Bereitstellung sicherer Verwahrorte (Tresorfächer) über das Verkaufen von Versicherungen bis zur Bereitstellung von Wirtschaftsinformationen. 

Bei den Raiffeisenbanken war zudem früher die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Verbrauchsmaterialien ein wichtiger Bestandteil des Angebots. Auch die heutige Anzahl an Filialen ist erst vor wenigen Jahrzehnten in der Fläche aufgebaut worden. Banken haben aber auch vorher eine wichtige Rolle gespielt und können dies auch in der Zukunft tun.

Die meisten Banken fokussieren sich heute auf Kernbankdienstleistungen bzw. banknahe Dienstleistungen. Beispiele aus anderen Branchen zeigen aber, dass eine Nutzung der Stärken mit Angeboten aus anderen Geschäftsfeldern möglich und auch gewinnbringend ist.

Autohersteller beispielsweise nutzen ihre Autos für Carsharing-Angebote, Regensen-sordaten von Autos werden für die Wettervorhersage genutzt. Auch Banken können ihre Ressourcen und Fähigkeiten (Filialen, Kompetenz der Mitarbeiter, Geschäftsstrukturen) für andere Geschäftsfelder verwenden.

Banken sollten sich der Rolle und Möglichkeiten ihrer Ressourcen bewusst sein und dabei auch ihre Kunden mit einbeziehen. Dabei sollte allerdings zwischen größeren Städten und eher ländlich geprägten Regionen unterschieden werden. In größeren Städten gibt es aufgrund der räumlichen Konzentration eine Vielzahl von Angeboten, sodass Banken neben diesen Angeboten ein weiterer Spieler am Markt sind. In ländlich geprägten Räumen oder mittelgroßen Städten sieht dies oft anders aus. 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
27.08.2018
Erschienen in Ausgabe:
07/2018
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Quelle(n):
Bildquelle: ©jotily | istockphoto.com
Autor/in 
Michael Leyer, Ann-Kathrin Hirzel
Dr. Michael Leyer hat die (Junior-)Professur für BWL der Dienstleistungen an der Universität Rostock. Er beschäftigt sich mit der Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken und der digitalen Positionierung von Unternehmen und arbeitet dabei insbesondere mit Banken zusammen. 

Dr. Ann-Kathrin Hirzel ist Research Fellow am gleichen Lehrstuhl und arbeitet als Strategieberaterin für Financial Services bei einer Unternehmensberatung. Sie beschäftigt sich vorrangig mit der Frage, wie Bankmitarbeiter radikale Prozessinnovation umsetzen können.
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