Umfrage zu Krypowährungen
Deutsche sehen Chancen und Nachteile

Von Bitcoin über Ethereum bis hin zu Libra: Kryptowährungen sind derzeit in aller Munde. Doch die Meinungen über das neue Finanzmarktphänomen sind geteilt. Die Bundesbürger sehen einer aktuellen Umfrage zufolge Chancen, aber auch Nachteile bei den Newcomern auf den Märkten. Zwar beklage eine deutliche Mehrheit von ihnen (62 Prozent), dass Kryptowährungen angesichts von Kursschwankungen nur etwas für Spekulanten seien. Allerdings gebe auch jeweils rund jeder Zweite an, dass Kryptowährungen schnellere (56 Prozent) und billigere (51 Prozent) Geldtransfers ermöglichten sowie das Bezahlen gerade von Kleinstbeträgen im Internet sehr viel einfacher machten (49 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag von Bitkom, wie der Digitalverband am Freitag in Berlin mitteilte.

Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom, erklärte: „Die rasante Kursentwicklung bei Bitcoin hat dazu geführt, dass breit über Kryptowährungen berichtet wurde. Allerdings hat sich dadurch auch das Bild festgesetzt, dass Kryptowährungen so etwas wie Glücksspiel sind, wodurch man schnell reich werden, aber auch viel Geld verlieren kann“, erklärte er. Die digitalen Zahlungsmittel böten viele Chancen, etwa im Internet of Things. „Wir werden mittelfristig auch weit verbreitete digitale Währungen sehen, sei es die E-Krone aus Schweden, der E-Euro oder womöglich ein von einem Konsortium getragenes Projekt wie Libra“, so Hansen.

Neben den starken Kursschwankungen sei ein weiterer großer Kritikpunkt die schwierige Handhabung von Bitcoin und Co, hieß es. Demnach sagten 6 von 10 Befragten (61 Prozent), die bereits von Kryptogeld gehört hatten, dass sie diese nicht benutzten, weil sie viel zu kompliziert seien. Mehr als jeder Siebte (15 Prozent) würde aber gerne eine Kryptowährung direkt in seinem Messenger nutzen, um damit etwa Rechnungen zu bezahlen. „In der Vergangenheit haben sich Kryptowährungen stark an Technikinteressierte gerichtet. Wir werden in Zukunft. Kryptowährungen erleben, bei denen der Umgang nicht komplizierter sein wird als mit traditionellem Geld – im Zweifel eher einfacher“, betonte Hansen. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
08.11.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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