Dresscodes in Bewegung
Des Bankers neue Kleider
 

Lange waren sie die letzte Bastion der Anzugträger, jetzt lockern auch die Banken die strengen Kleiderregeln. Was heute geht und was nicht, entscheiden die meisten Institute mit Blick auf die Kunden. Umfragen und Styleguides sollen sicherstellen, dass der Auftritt zum Anspruch passt. Die neue Vielfalt freut auch die Modedesigner von Business Looks.

Die Frankfurter Sparkasse wollte es ganz genau wissen. In insgesamt 20 Filialen ließ sie ihre Kunden per Touchscreen mehrere Wochen lang darüber abstimmen, in welchem von drei Outfits sie die Kundenberater am liebsten sehen wollen. Kundennähe nennt Robert Restani als Hauptgrund für die ungewöhnliche Aktion. „Wie bei vielen anderen Themen orientieren wir uns auch an der Meinung unserer Kundinnen und Kunden, wenn es um den Dresscode geht“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Sparkasse.

Zwei Mitarbeiter, Lena Klein-Steding und Max Scholich, schlüpften für die Kleiderwahl als Models in drei unterschiedliche Outfits. Am besten gefiel 40 Prozent der Befragten die goldene Mitte, nicht zu lässig, nicht zu förmlich. Beim sog. „Business Casual“-Look verzichtet der Mann auf die Krawatte, aber nicht auf das Einstecktuch im blauen Sakko, das er mit beiger Chino-Hose, braunem Wildledergürtel und braunen Wildlederschuhen kombiniert. Sie trägt zu blauem, knielangen Kleid einen legeren hellblauen Blazer und sportliche Schuhe.

Der klassische Look mit blauem Hosenanzug bzw. Anzug, mit weißer Bluse oder weißem Hemd und Krawatte nebst Einstecktuck kam weniger gut an, ebenso wie die legere Variante aus weißem, offenem Hemd mit dunkelblauer Jeans und Sneakers bei ihm. Die Kollegin peppte ihr lockeres Outfit aus dunkler Jeans und weißem V-Pulli mit roten Pumps auf. Aus diesen Erkenntnissen will die Frankfurter Sparkasse nun eine Stilfibel erarbeiten, verbindlich soll der Dresscode allerdings nicht sein.

Nach der Hamburger Sparkasse, der zweitgrößten deutschen Sparkasse, die schon vor rund drei Jahren als Stil „Haspa Business Casual“ einführte, ziehen immer mehr Institute aus dem öffentlich-rechtlichen Lager nach. Nicht nur Günter Höger, Vorstandschef der Nassauischen Sparkasse, findet: „Die Krawatte ist überholt.“

Auch bei den privaten Banken geht es zunehmend lockerer und vor allem individueller zu. So beobachtet Andreas Angerer, Chefdesigner beim Modelabel René Lezard: „Ein strenger Dresscode existiert selbst in der Finanzwelt nicht mehr.“

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
09.07.2019
Erschienen in Ausgabe:
06/2019
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Quelle(n):

Bildquelle: iStock.com/SanneBerg

Autor/in 
Eli Hamacher
ist Diplom-Volkswirtin und arbeitet seit 30 Jahren als Wirtschaftsjournalistin. Die Freelancerin schreibt für „die bank“ vor allem über die Branche und Porträts über einzelne Unternehmen. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit sind Auslandsmärkte.
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