BCM
Compliance-Risikoanalysen müssen überarbeitet werden

Der Berufsverband der Compliance Manager (BCM) weist darauf hin, dass das Risiko für Unternehmen, international in laufende oder neue Korruptionsverfahren verwickelt zu werden, in den letzten Monaten erheblich gestiegen ist. Häufig enden diese vor U.S.-amerikanischen Gerichten, da Tochtergesellschaften oder Geschäftsbeziehungen deutscher bzw. europäischer Unternehmen in den USA bestehen oder andere Anknüpfungspunkte existieren. Die Ursache für diesen Anstieg sieht der BCM in den verstärkten und teilweise international koordinierten Maßnahmen von Anti-Korruptionsbehörden und Institutionen in vielen Ländern und begrüßt diese ausdrücklich. Besonders kritisch ist die Lage aber nicht nur in Ländern wie Brasilien, Indonesien, Thailand oder Staaten in Afrika. Der kürzlich veröffentlichte Corruption Perception Index (CPI) von Transparency International zeigt eine Verschlechterung der Positionen von Ungarn, Spanien, Mazedonien und der Türkei, also Ländern, mit denen deutsche Unternehmen enge wirtschaftliche Beziehungen unterhalten. Mirko Haase, Präsident des BCM, rät dazu, internationale Entwicklungen genau zu beobachten und die Risikoanalysen der Compliance-Abteilungen unter den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Insbesondere in Hinblick auf Tax Compliance sollten Gespräche mit den entsprechenden Kollegen in den Fachabteilungen geführt werden, da dieser Themenkomplex zunehmend mediale Aufmerksamkeit erfährt und ebenso wie Technik-Compliance ein häufig nicht zum Aufgabenbereich des Compliance Officers gezähltes Arbeitsgebiet ist.

 

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Artikel veröffentlicht am:
02.02.2016
Autor/in 
Redaktion die bank
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