Monatsbericht
Bundesbank sieht leichte Abkühlung der Konjunktur

Die Bundesbank rechnet im zweiten Quartal 2019 mit einem Dämpfer für die deutsche Konjunktur. „Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte sich im zweiten Vierteljahr 2019 leicht verringert haben“, erklärte die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht für Juli. Zwar sorge die Binnenwirtschaft weiter für Auftrieb. So sei die Lage am Arbeitsmarkt nach wie vor gut, auch wenn die konjunkturelle Abkühlung erste Spuren hinterlasse. Allerdings seien zuletzt Sondereffekte entfallen, die die Wirtschaft zu Jahresbeginn noch angekurbelt hätten.

Demnach ging die Aktivität im Baugewerbe vermutlich zurück, nachdem sie im ersten Vierteljahr unterstützt durch die günstige Witterung noch stark ausgeweitet worden sei. Ferner hätten sich die Pkw-Zulassungen normalisiert. Die ohnehin schwachen Exporte hätten zusätzlich unter dem Rückgang der Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich (UK) gelitten. Hier sei es im Winter im Vorfeld des ursprünglich für Ende März angesetzten Brexit-Termins zu zahlreichen vorgezogenen Käufen gekommen.

Auch ohne diese belastenden Sondereffekte bleibe die konjunkturelle Grundtendenz schwach. Ausschlaggebend dafür sei, dass sich der Abschwung in der überwiegend exportorientierten Industrie weiter fortsetze. „Eine Erholung des Exportgeschäfts und der Industrie ist noch nicht zu erkennen“, hieß es. (ud)

Kontakt  
Diesen Artikel ...  
Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
22.07.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
Weitere Artikel 
Webkiosk 

Die Zeitschrift

Ausgabe 06/2019

Jetzt online lesen »

 

 

Newsletter

die bank | Newsletter

Abonnieren Sie den kostenlosen redaktionellen Newsletter der Fachzeitschrift „die bank“.
Der Newsletter erscheint mindestens einmal im Monat und informiert Sie über aktuelle Beiträge und News.

 Anmeldung

 Newsletter-Archiv