Privatbank analysiert Reichtum und Lifestyle
Bewusster Konsum erreicht den Luxussektor

„Um die Welt des Luxus besser zu verstehen“ gibt das Bankhaus Julius Bär seinen „Global Wealth and Lifestyle Report 2020“ heraus. Der Report zeige für die Kunden relevante globale Trends im Luxuskonsum auf, so Rajesh Manwani, seines Zeichens Head Markets and Wealth Management Solutions Asia Pacific der Bank. Seit 2011 veröffentlichen die Schweizer bereits den Wealth Report Asia, nun wurde die Methode erstmals auf 28 Städte weltweit ausgeweitet: zehn in Asien-Pazifik, zwölf in Europa, Nahost und Afrika sowie sechs in Nord- und Südamerika. 

Der Report belegt, dass auch im Luxussektor offenbar langsam ein Umdenken hin zu „weniger ist mehr“ beginnt, zu bewusstem Konsum, gepaart mit Fragestellungen zu den Themenbereichen Umwelt und Nachhaltigkeit. „Unsere Analyse zeigt das wachsende Bedürfnis von Konsumenten, ihre Kaufentscheidungen mit ihren sozialen, ökologischen und politischen Überzeugungen in Einklang zu bringen“, erläuterte Nicolas de Skowronski, Head Wealth Management Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung. „Der bewusste Konsum wird Bestand haben. Aufgrund dieser wachsenden Nachfrage beobachten wir über die Branchen hinweg eine schnelle Entwicklung bestehender Angebote sowie bedeutende Investitionen in die Innovation.“

Regionale Preisunterschiede werden von Steuern, Regierungspolitik, Dienstleistungsgebühren und lokalen Währungsbewegungen beeinflusst. Der neue Lifestyle Index zeigt dabei klar, dass Luxuskonsumenten in Asien in einer anderen Liga spielen. Fünf der zehn teuersten Städte der Welt befinden sich in Asien, und gleich asiatische Metropolen rangieren unter den zehn Städten mit den höchsten Preisen für Nobelautos. Wer aber kleine Güter kaufen möchte, der trifft in Asien auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als teuerste Stadt schlechthin führt Julius Bär Hongkong an. Die ehemalige Kronkolonie rangiere weltweit über dem 90. Perzentil für Immobilien, Dienste rund um die Schönheit, gehobene Küche, Flüge und Anwaltshonorare. Schanghai ist die Nummer zwei der Region und auch weltweit.

Die günstigsten Preise biete Europa: Städte wie Barcelona und Frankfurt wiesen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für luxuriöses Leben auf, so die Privatbank. In Barcelona sind beispielsweise die Premium-Immobilien relativ günstig, während Frankfurt bei portablen High-End-Gütern und Hotelsuiten punkte. London ist die teuerste Stadt in Europa, Zürich liegt auf Platz zwei. 

Im Preisindex belegt die Region Nord- und Südamerika insgesamt den zweiten Rang, mit New York an der Spitze. Wer sich aber freut, mit der Premium-Wohnung in Rio de Janeiro oder Mexico City ein günstiges Schnäppchen ergattert zu haben, muss für diesen Vorteil im Alltag teure Güter und Dienstleistungen in Kauf nehmen. (kra)  

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Artikel veröffentlicht am:
16.01.2020
Autor/in 
Redaktion die bank
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