Umfrage
Banken mit Verwaltung ihrer Kundendaten unzufrieden

Im Zeitalter von Big Data wachsen die Ansprüche an die Datenverwaltung in Firmen. Immer mehr Informationen müssen in immer kürzerer Zeit präzise aufbereitet werden. Allerdings sind 65 Prozent der befragten Unternehmensentscheider aus der Banken- und Versicherungsbranche mit dem Management ihrer Kundendaten derzeit unzufrieden. Gründe hierfür sind eine isolierte Datenhaltung in unterschiedlichen Systemen, Wildwuchs bei Prozessen und eine fehlende Abstimmung zwischen Unternehmensabteilungen. Dabei spielt für 74 Prozent der Befragten das Kundendatenmanagement, also das Sammeln, Verwalten und Aufbereiten der Daten, eine wichtige oder sogar zentrale Rolle für ihren Geschäftsalltag. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von Uniserv, einem Anbieter von Lösungen für das Management von Geschäftspartnerdaten.

Trotz der hohen Bedeutung werde das Kundendatenmanagement aus strategischer Sicht immer noch unterschätzt. Knapp jeder zweite (45 Prozent) der Befragten aus Banken und Versicherungen beklage dies in seiner Organisation. Doch auch fehlende Unternehmensstrukturen und Abläufe stellten die Umfrageteilnehmer vor Herausforderungen. So seien 40 Prozent der Meinung, dass mangelhafte interne Prozesse schuld daran seien, dass ihr Kundendatenmanagement nicht optimal funktionieren würde. Zudem sei die Verwaltung von Kundendaten in knapp jedem dritten Finanz- oder Versicherungsunternehmen (32 Prozent) immer noch eine abteilungsübergreifende Aufgabe. Daher sei es nicht verwunderlich, dass 55 Prozent beanstandeten, dass das größte Effizienzhindernis beim Kundendatenmanagement die fehlende Abstimmung zwischen den verschiedenen Unternehmensabteilungen wie Vertrieb, Marketing, IT und Service sei. 

Knapp jeder Zweite (45 Prozent) beklage, dass Kundendaten im Unternehmen in getrennten Systemen gespeichert und verwaltet würden. So nutzten 48 Prozent der Banken und Versicherungen mehrere Abteilungslösungen, wie etwa Customer-Relationship-Management (CRM)-Systeme, Customer-Support-Lösungen oder Marketing-Tools, um Kundendaten zu verwalten. Dabei sind den Angaben zufolge 60 Prozent der Firmen aus dem Banken- und Versicherungssektor mit der von ihnen eingesetzten Software für das Kundendatenmanagement gar nicht zufrieden. Der Einsatz mehrerer Systeme begünstige zudem die Entstehung von Datensilos und beeinträchtige meist gravierend die Qualität von Kundendaten. Daher forderten 85 Prozent der Befragten, dass die Datenqualität in ihrem Unternehmen optimiert werden müsse. Zudem erlaube die Nutzung mehrerer Systeme meist keine Rundumsicht auf die Kunden und damit keine vollumfängliche Profilbildung. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
12.06.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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