Konsequente Neuausrichtung der Konzernstrategie
Baader Bank baut um

Die Baader Bank schreibt weiterhin Verluste, konnte aber das Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2016 auf ein Minus von 2,1 Mio. € reduzieren und im Einzelabschluss ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Die vorwiegend aus dem Market Making stammenden Handelserträge konnten trotz einer Abnahme der Wertpapierumsätze an deutschen Handelsplätzen auf konstantem Niveau gehalten werden. Auch der Ausbau des außerbörslichen Geschäfts trug Entsprechendes dazu bei. Rückläufig zeigte sich dagegen das Provisionsergebnis. Insgesamt lagen die Gesamterträge des Baader Bank-Konzerns im Jahr 2016 bei 100,5 Mio. € (-10 %). Durch eine stringente Risikopolitik konnten Abschreibungs- und Bewertungsverluste wie im Vorjahr vermieden und die Marktbereiche durch strategisch wertvolle Investitionen weiterentwickelt werden. „Innerhalb der deutschen Börsenlandschaft finden aktuell bedeutende systemische und strukturelle Veränderungen statt. Die Umstellung von der klassischen Preisfeststellung in geschlossenen Orderbüchern auf differenzierte Multi Market Maker- und Quote Request-Modelle führt zu einer Verlagerung der Wertpapierumsätze auf Plattformen, die diese Modelle betreiben“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Nico Baader. Angesichts dessen habe die Baader Bank 2016 durch die systemische Anpassung und den proaktiven Kompetenzaufbau im Bereich Market Making alle Voraussetzungen für ein Bestehen in diesem neu formierten Marktumfeld geschaffen.

Neue Schwerpunkte der Geschäftsaktivität liegen in der Kooperation mit Vermögensverwaltern, Family Offices sowie Asset Managern. Zudem wurde das Angebot für Endkunden im Bereich Konto- und Depotgeschäft erweitert. Als Outsourcing-Partner bildet die Baader Bank das komplette Bankdienstleistungsspektrum im Vermögensverwaltungsprozess ab und offeriert bestehende Marktschnittstellen in Kombination mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Nach eigenem Bekunden nutzen der europaweit größte Marktplayer in der digitalen Vermögensverwaltung sowie weitere erfolgreiche Robo-Adviser die von der Bank erbrachten Services.

Im laufenden Jahr 2017 will die Bank die Konsolidierungstendenzen im Market Making sowie im Multi Asset Brokerage für sich nutzen. „Zudem wird der Bereich Capital Markets bei freundlichen, aufnahmefähigen Rahmenbedingungen ebenfalls reüssieren", zeigt sich Nico Baader überzeugt. Ergänzt durch die weiter forcierten Angebote in den Banking Services und den Asset Management Services soll sich das Unternehmen kontinuierlich zu einem führenden Anbieter für Full Service-Bank- und Corporate Brokerage-Dienstleistungen in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickeln. „Durch das integrierte Geschäftsmodell in Verbindung mit der Partizipation an der positiven Entwicklung der neu hinzugewonnenen Kundengruppen wie Vermögensverwalter und FinTechs wird die Baader Bank zur alten Ertragsstärke zurückfinden und somit auch für Aktionäre an Attraktivität gewinnen", so der Vorstandsvorsitzende Nico Baader.

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
17.03.2017
Autor/in 
Stefan Hirschmann
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