Von Carsten Mumm
Anleger hoffen weiter auf ein Brexit-Abkommen
 

In Europa schauen derzeit alle gebannt nach Großbritannien – alles dreht sich um den Brexit. Das Blatt für oder gegen einen ungeregelten Austritt des Königreiches wechselt derzeit täglich.

Aufgrund der Unberechenbarkeit dieses politischen Prozesses können nur Wahrscheinlichkeiten, aber keine Fakten berichtet werden. Dabei hätte ein – noch immer möglicher – ungeregelter Brexit Ende Oktober definitiv heftige Auswirkungen auf die Konjunktur und die Kapitalmärkte. Für die ohnehin leidgeprüfte kontinentaleuropäische Autoindustrie würde das bedeuten, dass beispielsweise gut 10 Prozent aller Auslieferungen im Falle eines ungeregelten Brexits mit deutlich höheren Zöllen belastet würden. Dieses Szenario scheint an den Kapitalmärkten jedoch derzeit nicht eingepreist zu sein.

Die meisten Anleger hoffen weiter auf ein Brexit-Abkommen zwischen der EU und Großbritannien. Vor diesem Hintergrund dürften die in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden volkswirtschaftlichen Daten in den Hintergrund rücken. Mit den Schätzungen der aktuellen Markit-Einkaufsmanagerindizes für die USA, Deutschland und die Eurozone, dem ifo-Geschäftsklimaindex und dem GfK-Konsumklimaindex stehen allerdings wichtige Indikatoren für die globale Konjunktur auf der Agenda. Die letzte EZB-Sitzung des scheidenden Präsidenten Mario Draghi hingegen dürfte kaum für Impulse sorgen.

Ein Markkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel.

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Artikel veröffentlicht am:
22.10.2019
Autor/in 
Carsten Mumm


Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel.
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