TOP 100 der deutschen Kreditwirtschaft
An der Spitze keine Überraschung
 

Und er bewegt sich doch, der deutsche Bankenmarkt! Im letzten Jahr konnten wir an dieser Stelle erste Bewegungen nach mehreren Jahren überwiegenden Stillstands vermelden, und dieser Trend setzt sich behutsam fort. Hinter einer sehr stabilen Spitze und einem gefestigten Mittelfeld kam am unteren Ende der Tabelle Leben ins Spiel. Die Top 100-Liste verzeichnet in diesem Jahr drei Neueinträge. Nach einem Plus von 0,2 Prozent im Vorjahr sank die Addition der Bilanzsummen diesmal allerdings um 2,5 Prozent.

Einer der Neueinsteiger in die Top 100, die Gießener Volksbank Mittelhessen, ist eher ein bekanntes Gesicht und war erst 2015 aus der Liste herausgerutscht. In diesem Jahr reichte die Bilanzsumme von 7,13 Mrd. € für den Re-Entry und Platz 98. Ebenfalls neu dabei sind die GEFA Bank in Wuppertal und die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

Dafür haben wir uns in diesem Jahr von der LBS Nord Landesbausparkasse Berlin-Hannover (2017: Platz 93) und – zumindest dem Namen nach – von der BLB (Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg) verabschieden müssen. Die BLB, 2017 noch auf Platz 30, wurde im letzten Jahr im Zug der Gesamtrechtsnachfolge auf die NORD/LB vereinigt, nachdem sie zuvor durch die Schiffskrise in eine bedrohliche Krängung geraten war.  Ebenfalls herausgefallen aus den Top 100 ist die Wüstenrot Bank AG (zuletzt Platz 70). Dieser Ausstieg war aber absehbar, wurde doch z. B. der Teilbetrieb Baufinanzierung auf die Wüstenrot Bausparkasse AG übertragen. Im Frühjahr 2018 erfolgte das Signing zum Erwerb der Pfandbriefbank durch die Bremer Kreditbank. Die BKB-Gruppe kauft damit übrigens weiter kräftig zu: 2017 hatte sie schon das Bankhaus Neelmeyer und im Februar 2018 die Oldenburgische Landesbank erworben, was sich in der Tabelle 2019 auswirken dürfte. 

Innerhalb der Wüstenrot und Württembergische-Gruppe hat die Schwesterbank, die Wüstenrot Bausparkasse, durch die Verlagerung der Geschäftsaktivitäten reichlich Boden gut gemacht und stieg mit einem satten Plus von 36,4 Prozent um zehn Plätze auf nun Rang 31 hoch, das ist – nach Plätzen – der zweithöchste Sprung in diesem Jahr. 

Einen noch größeren prozentualen Zuwachs als die Bausparkasse konnte nur die Volkswagen Bank verzeichnen. Die Braunschweiger Captive legte um 39,8 Prozent auf 78,7 Mrd. € zu. Das schlug sich im Ranking mit einem Aufstieg um fünf Ränge auf nun Platz 15 nieder. 

Captives liegen gut im Rennen

Die Autobanken innerhalb der Top 100 schlossen das Bilanzjahr allesamt mit einem Plus ab. Finanzdienstleistungen rund ums Auto waren auch im Jahr 2017 wieder stark gefragt und stiegen weiter an, wie dem VW-Geschäftsbericht zu entnehmen ist. In Westeuropa wuchs die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 2,5 Prozent auf 14,3 Mio. Fahrzeuge, das höchste Niveau der letzten zehn Jahre. Allein in Deutschland betrug die Nachfrage 3,4 Millionen Autos. Aber nicht nur die Fahrzeugfinanzierung selbst, sondern auch die After-Sales-Produkte wie Inspektions- und Wartungsverträge oder automobilbezogene Versicherungen lassen das Geschäft der Autobanken wachsen.

(...)

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Fachzeitschrift "die Bank" 07/2018. Die Ausgabe kann im Abo oder einzeln bezogen werden. Zusätzlich kann auch dieser Artikel einzeln bezogen werden.
 Diese Ausgabe kaufen
 Den vollständigen Artikel jetzt online kaufen
Kontakt  
Diesen Artikel ...  
Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
20.08.2018
Erschienen in Ausgabe:
07/2018
 Diese Ausgabe kaufen
 Diesen Artikel kaufen
Quelle(n):
Bildquelle: ©jotily | istockphoto.com
Autor/in 
Anja U. Kraus
Weitere interessante Artikel 
Artikel abonnieren 
die bank | Newsfeed
Newsletter

die bank | Newsletter

Abonnieren Sie den kostenlosen redaktionellen Newsletter der Fachzeitschrift „die bank“.
Der Newsletter erscheint mindestens einmal im Monat und informiert Sie über aktuelle Beiträge und News.

 Anmeldung

 Newsletter-Archiv