Risiken bei Refinanzierung
Nach der Wohnimmobilienkrise in den USA und anderen Ländern drohen nun Risiken auf den Märkten für Gewerbeimmobilien. Insbesondere der Markt für verbriefte Kredite bereitet Beobachtern Sorgen. Berechnungen der Deutschen Bank Research zufolge werden sich Refinanzierungsprobleme vor allem auf Irland und Spanien negativ auswirken.
Auch die USA und Großbritannien sind betroffen. Deutschland dürfte ebenfalls nicht ungeschoren davonkommen. Hierzulande gibt es einen hohen Anteil von Finanzierungen, die Immobilien geringer Qualität umfassen und bei denen der Objektwert die Kreditsumme nur geringfügig übersteigt. Angesichts zunehmender Leerstände, sinkender Mieten und schärferer Kreditvergabestandards könnten Wertverluste bei Gewerbeimmobilien zu Eigenkapitallücken und damit zu Refinanzierungsschwierigkeiten führen. Das weltweit investierte gewerbliche Immobilienvolumen belief sich Ende 2009 auf schätzungsweise 9 Bill US-$. Europäische Banken halten Gewerbeimmobiliendarlehen im Umfang von etwa 2,6 Bill US-$. Nur ein geringer Teil davon ist verbrieft.

