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Aufgaben für Wirtschaftspolitik

Nach wie vor herausfordernd

Die von den internationalen Regierungen und Zentralbanken ergriffenen Maßnahmen haben im letzten Jahr einen Zusammenbruch des Finanzsystems verhindert und dem kräftigen Abschwung der Weltwirtschaft ein Ende gesetzt. Zu diesem Fazit kommt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel (BIZ) in ihrem 80. Jahresbericht.

Der Report schätzt die künftig anstehenden Aufgaben der Wirtschaftspolitik allerdings als mindestens so groß ein wie vor einem Jahr. So bestehe die unmittelbare Herausforderung darin, dass die Staaten in überzeugender Weise begönnen, ihre Haushaltsdefizite zu verringern sowie strukturelle Reformen zur Förderung eines nachhaltigen Wachstums einzuleiten. Aufstrebenden Volkswirtschaften könnte eine größere Wechselkursflexibilität helfen. Im Finanzsektor müssten die Bilanzen gestärkt und staatliche Unterstützung nach Möglichkeit wieder zurückgeführt werden. Ansonsten würden sich private Akteure aus der Finanzintermediation zurückziehen, mit der Folge neuer aufkeimender Risiken. Schließlich gelte es, die internationalen Vereinbarungen über die Reform der Finanzaufsicht zum Abschluss zu bringen. Bei der entsprechenden Erarbeitung konkreter Reformen hätten der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht und das Financial Stability Board schon große Fortschritte gemacht.

Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 09/2010
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