EZB entscheidet bei Umzug
Während die Politik um die Stabilisierung des Euro ringt, gerät dessen prominenteste symbolhafte Darstellung ins Wanken – die Euroskulptur auf dem WillyBrandtPlatz in Frankfurt am Main.
Nachdem der Intendant des ihr gegen über gelegenen Schauspiels Frankfurt gefordert hatte, das Werk des Künstlers Ottmar Hörl in ein Museum zu verbannen, beeilte sich das Frankfurter Kulturdezernat zu versichern, man habe keine Ambitionen, das EuroZeichen vom städtischen Gelände zu entfernen. Zugleich wurde aber auch darauf verwiesen, dass die ebenfalls unmittelbar benachbarte Europäische Zentralbank darüber entscheidet, ob sie die Skulptur mitnimmt, wenn sie voraussichtlich 2014 in ihre neue Zentrale in den Frankfurter Osten zieht. Bislang hat sie zumindest die Instandhaltung des Objekts übernommen. Tatsächlicher Besitzer der kontroversen Kunst ist der Verein „Frankfurter Kultur Komitee“, dem offenbar bereits erste Umzugsideen nach Paris angetragen wurden. Das zumindest ist gleich ein weiteres Symbol – für eine starke deutschfranzösische Euro-Achse.

