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Geschlossene Fonds

Das Ende der Durststrecke?

Die Vermeldung der Platzierungsergebnisse durch den Verband Geschlossene Fonds (VGF) kam in diesem Jahr einer offiziellen Bestätigung dessen gleich, was seit Monaten im Markt schmerzlich bekannt ist. Für die meisten Initiatoren Geschlossener Fonds war 2009 ein Jahr mit Trauerrand. Bis auf wenige Ausnahmen war der Markt für Schiffsfonds, Private-Equity-Modelle, Blind Pools und komplexe Fondskonstruktionen tot. Zeit für Trauerarbeit bleibt Initiatoren und Vertrieben allerdings nicht. | Claudia Vogl-Mühlhaus, Steffen Möller

Im Fondsjahr 2010 drängen Fragen: Welche Modelle sind in Zeiten wie diesen erfolgversprechend, welche nicht? Ist in einzelnen Segmenten gar ein Paradigmenwechsel in Sicht? Scope Analysis befragte Initiatoren und Vermittler und gibt eigene Prognosen für die Trends in den wichtigsten Segmenten ab.

Das Geschäftsklima 2010

Insgesamt hat sich die Stimmung im Markt Geschlossener Fonds wieder leicht aufgehellt. Zu dem Ergebnis kommt eine Auswertung der Jahresstudie 2009/10. Geschlossene FondsZweimal jährlich befragt Scope Initiatoren und Vermittler nach ihrer Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage und berechnet aus den Umfrageergebnissen den Scope-Geschäftsklimaindex (GRAFIK 1). Nachdem dieses Stimmungsbarometer zur Jahresmitte 2009 auf seinen absoluten Tiefpunkt seit seiner erstmaligen Berechnung im Jahr 2003 abgesackt war, zeigt der Index nun wieder leicht aufwärts.

Bei den Initiatoren wird der Geschäftklimaindex noch durch die extrem schlechte Beurteilung der eigenen Geschäftslage im Jahr 2009 dominiert. Gleichzeitig zeigte die Befragung aber deutlich freundlichere Perspektiven der Anbieter für 2010. Während 66 % der befragten Initiatoren die Branchenlage im vergangenen Jahr als unbefriedigend einschätzen, äußern nur noch 21 % für das laufende Jahr eine so negative Erwartung. 79 % rechnen für 2010 wieder mit einer befriedigenden oder sogar guten Marktentwicklung bei Geschlossenen Fonds. Zwei Drittel der Initiatoren glauben, dass 2010 wieder mehr Eigenkapital platziert wird als im vergangenen Jahr.

Der beste Emissionsmonat im 4. Quartal 2009 war der Oktober, in dem ein Emissionsvolumen über 534 Mio € (Eigenkapital) auf den Markt gebracht wurde. Allein rund 375 Mio € Emissionsvolumen (Eigenkapital) gingen auf das Konto von Immobilienfonds.

Immobilienfonds Inland: Die Renaissance der Wohnimmobilien
Der Immobilienmarkt Inland konnte sich gegen den allgemeinen Trend behaupten und blieb verhältnismäßig stabil. Für 2010 ist zu erwarten, dass die Initiatoren ihren Platzierungserfolg noch ausbauen können. Exzellent verkaufen sich derzeit Modelle mit Pflegeimmobilien, da sich dieses Segment weitgehend unabhängig von der wirtschaftlichen Großwetterlage entwickelt.

Eine Renaissance erleben derzeit Wohnimmobilienfonds. Die Attraktivität der Produkte besteht im hohen Diversifikationsgrad der Mieterstruktur. Bei Wohnimmobilien wirkt sich der Ausfall eines Mieters nicht in dem Maße negativ auf die Ertragslage aus wie etwa bei Büroimmobilien, die nicht selten durch einen oder wenige Hauptmieter dominiert werden, also dem Single-Tenant-Risiko unterliegen.

Außerdem wirkt bei Wohnimmobilien die geringe Neubautätigkeit in den Ballungszentren als Preisauftrieb. Wohnimmobilien dürften als erste die Erholung auf den Immobilienmärkten zu spüren bekommen. Während Büroobjekte in den deutschen Metropolen 2010 vermutlich mit steigenden Leerständen zu kämpfen haben, könnten Preise und Mieten bei Wohnimmobilien von der mittelfristig erwarteten Inflation profitieren. Eine nicht übermäßig hohe Prognoserendite der Fonds wird bei den Anlegern im Moment nicht als Manko angesehen. 2009 betrug sie bei Immobilienfonds Inland im Marktdurchschnitt 5,7 %.

Immobilienfonds Ausland: Die Stunde der Sicherheits-Spezialisten

Nach der Prognose von Scope Analysis ist für 2010 im Bereich der Immobilienfonds Ausland dagegen keine spürbare Belebung zu erwarten. Vor allem die großvolumigen Auslandsfonds im dreistelligen Millionenbereich, die noch vor einigen Jahren auf den Markt kamen, fehlten 2009; dies dürfte sich kaum ändern. China, Indien und andere exotische Märkte – mit Ausnahme Australiens – spielen in der Emissionstätigkeit der Initiatoren keine Rolle mehr.

Das fehlende Interesse an exotischen Märkten rührt zum einen vom ohnehin stark vorhandenen Sicherheitsbedürfnis der Anleger her, die Investments „vor ihrer Haustür“ derzeit vorziehen. Zum anderen finden komplexe, schwer nachvollziehbare Zertifikate- und Genussscheinkonstruktionen, mit denen diese Märkte aus steuerlichen bzw. rechtlichen Gründen in der Regel abgedeckt werden, keinerlei Anklang bei den Investoren mehr.

Jetzt schon zeichnet sich ab, dass neben den vereinzelten, schwierig erhältlichen Premium-Immobilien in Großbritannien und Frankreich wieder mehr Holland- Fonds in den Angebotspaletten der Anbieter zu finden sein werden. Günstige Ankaufbedingungen machen den Markt für Geschlossene Fonds wieder attraktiv. Traumrenditen sind hier zwar nicht zu erwarten. Doch das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Anleger, dem eine Immobilienanlage im Nachbarland Niederlande gerecht wird, überwiegt ohnehin im Moment bei den Anlageentscheidungen.

New Energy Fonds: Trendthema entwickelt sich zum Dauerbrenner Das Fondssegment New Energy dürfte auch 2010 die Sparte mit den höchsten Zuwachsraten werden. Zwei Drittel aller befragten Initiatoren nannten auf die Frage nach dem Trendprodukt 2010 die Energiefonds. Die Zahl der Neuemissionen sowie das gesamte Fondsvolumen (auf EK-Basis) dieses Fondssegments dürfte in diesem Jahr deutlich zunehmen. Bereits im Dezember 2009 waren mehr als ein Drittel sämtlicher Neuemissionen Energiefonds. Ein Volumen von mehr als 116 Mio € (auf EK-Basis) wurde im letzten Monat des vergangenen Jahres im Bereich New Energy auf den Markt gebracht, mehr als in jedem anderen Fondssegment.

Auch 2010 dürften verstärkt Anbieter, die bisher in anderen Segmenten tätig waren, sowie gänzlich neue Initiatoren in diesen Markt eintreten. Schließlich sind die Eintrittsbarrieren aufgrund der kleineren Investitionssummen deutlich geringer als beispielsweise bei Immobilienfonds. Ein in bezug auf Emissions- und Platzierungsvolumina bedeutendes Fondssegment wird New Energy aber sicher nicht.

Bei diesem Trend-Thema, das durch eine mediale Bugwelle immer stärker ins Blickfeld der Anleger gerät, ist Vorsicht geboten. Rund 80 bis 85 % der Neuemissionen sind zur Zeit Photovoltaikfonds; an diesem Schwerpunkt dürfte sich mittelfristig kaum etwas ändern.

Alle Solarfonds hängen am Tropf der Einspeisevergütung. Ohne sie wäre der Betrieb von Solaranlagen – und dies gilt damit auch für die finanzierenden Fonds wirtschaftlich nicht tragfähig. Dass die Höhe dieser gesetzlich festgelegten Vergütung nicht in Stein gemeißelt ist und durchaus sinken kann, wissen wir spätestens seit 2008, als die spanische Regierung die Einspeisevergütung reduziert hat. Auch die deutschen Subventionen für Solarstrom werden noch 2010 angepasst.

Doch neben der trügerischen Sicherheit der Einspeisevergütung kann es bei den Fonds zu weiteren „Aussetzern“ kommen. Insbesondere sollte genau geprüft werden, wie hochwertig die Photovoltaikkomponenten sind, die in der betreffenden Anlage verwendet werden. Bei minderwertigen Solarzellen drohen Stromund damit Einnahmenausfälle. Darüber hinaus sollten unbedingt Leistungsgarantien der Hersteller vorliegen – und beim Anleger bzw. seinem Berater eine fundierte Einschätzung darüber vorhanden sein, ob der Hersteller in einigen Jahren am Markt noch aktiv sein wird. Nur bei soliden und wirtschaftlich erfolgreichen Fondspartnern kann der Anleger ja davon ausgehen, dass diese ihre Leistungsversprechen einlösen werden.

Der Grund für die zunehmende Emissionstätigkeit in Richtung New Energy bzw. Solarfonds ist aber nicht nur in der Einspeisevergütung zu sehen, die viele Anleger als Sicherheitsargument überzeugt.

Die durchschnittlichen Fremdkapitalquoten in den SegmentenZusätzlich gewinnen diese Fonds für Initiatoren wegen der hier noch bestehenden Bereitschaft der Banken zur Fremdkapitalvergabe an Charme – dies im Unterschied zu anderen Segmenten wie Schiffsfonds (GRAFIK 2). Die Zahlen zeigen den Trend sehr deutlich: Während bei Schiffsmodellen die durchschnittliche Fremdkapitalquote seit 2008 von 50,3 auf 36,6 % abrutschte, verlief die Entwicklung bei Energiefonds exakt spiegelverkehrt. Die Kreditquote erhöhte sich dort von 38,9 auf aktuell 50,8 %, denn Baukosten und Einnahmen sind für die Banken hier überschaubar. Bezogen auf den Substanzwert der Anlagen werden derzeit bis zu 80 % des Fondsvolumens durch Fremdkapital finanziert.

Wermutstropfen bei den New-Energy- Fonds sind die Weichkosten. Im Durchschnitt liegen sie gegenwärtig bei knapp 20 % des von Anlegern eingebrachten Eigenkapitals. Damit befinden sie sich fast gleichauf mit den Weichkosten bei Schiffsfonds, die auf diesem Sektor traditionell einen fragwürdigen Spitzenplatz einnehmen. Weichkosten umfassen alle Positionen, die nicht im direkten Zusammenhang zum Investitionsobjekt stehen. Das sind insbesondere Vertriebsprovisionen, Marketingkosten, also Kosten der Kapitalbeschaffung sowie Fondsverwaltung.

Schiffsfonds: Die Enttäuschung durch vermeintliche Substanzwerte
Bleiben wir bei den Weichkosten: Trotz – oder gerade wegen – der Krise auf den Schifffahrtsmärkten und der aktuellen Zurückhaltung der Anleger hat sich bei diesem Kostenblock nur wenig nach unten bewegt (aktuell rund 21 % des EK im Marktdurchschnitt). Ohne die besonders attraktiven Provisionen dürften die Vertriebsaktivitäten in dem schwierigen Markt vermutlich noch stärker zum Erliegen kommen als dies ohnehin der Fall ist.

Scope Analysis hat in den vergangenen Jahren anlässlich zahlreicher Gelegenheiten nicht nur auf die hohen Weichkosten, sondern auch auf sich verschlechternde Marktbedingungen bei Schiffsfonds hingewiesen. Die Loan-To-Value-Klausel ist spätestens seit 2009 ein gefürchteter Begriff für Anleger; ihre Auswirkungen dürften 2010 weitere Schiffsfonds treffen. Im Rahmen einer Umfrage von Scope Analysis (Stand Oktober 2009) meldeten Initiatoren über die schon bekannten Insolvenzen hinaus insgesamt 33 Fonds, bei denen Sanierungskonzepte vorgestellt wurden oder in Vorbereitung sind. Aufgrund eigener Berechnungen geht Scope davon aus, dass mehr als 120 Fondsschiffe derzeit beschäftigungslos sind. Bei weiteren rund 130 Fondsschiffen dürften Charterverträge bis zum Herbst auslaufen.

In wichtigen Teilsegmenten der Containerschifffahrt ist bis 2016 kein Ausgleich von Angebot und Nachfrage in Sicht. Die Verbesserung der Großwetterlage dürfte als erstes die Bulkermärkte erreichen, da der Beginn eines konjunkturellen Zyklus zunächst dem Handel mit Rohstoffen Auftrieb verleiht. Hier sollte 2011/12 mit ersten Erholungstendenzen zu rechnen sein. Momentan ist aber bei allen Schiffstypen – auch bei Bulkern – das Ordervolumen, das noch auf den Markt zukommt, mit insgesamt rund 10 Mrd € enorm. Über alle Schiffsmärkte gerechnet, werden nach konservativer Schätzung in den kommenden Jahren rund 200 Schiffe von den Werften fertiggestellt.

Diese düsteren Szenarien bedeuten aber nicht das Aus für Schiffsmodelle generell. Endgültig Abschied nehmen heißt es von der Vorstellung, Schiffsfonds könnten bezüglich des eingeworbenen Eigenkapitals den Immobilienfonds als dem stärksten Segment den Rang ablaufen. Noch 2007 war dies in greifbare Nähe gerückt. Schiffsfonds werden künftig eine Nische besetzen, die mit interessanten Modellen von sich reden macht. Diese werden allerdings anders gestaltet sein als die bis heute gängigen.

Künftig sind intelligente Investmentobjekte abseits des Mainstream gefragt, also zum Beispiel Multipurpose-Schiffe oder so genannte Ankerzieher, mit denen Ölplattformen an den Einsatzort geschleppt und in der Tiefsee verankert werden. Aber auch bei der Gestaltung der Fondshülle werden sich Schiffsfonds der Marktlage anpassen müssen. Passé sind Modelle mit hohen Fremdkapitalanteilen. Darüber hinaus werden die Banken auf Dauer nicht mehr bereit sein, beim Erwerb des Investitionsobjekts zusätzlich in Vorkasse zu treten. Initiatoren von Schiffsfonds müssen sich von der bisher üblichen Möglichkeit der voll umfänglichen EK-Zwischenfinanzierung verabschieden, das Geld also zusehends direkt vom Anleger einwerben und einen deutlich kleineren Betrag als früher als Fremdkapital aufnehmen.

Zielmärkte der Initiatoren im Jahr 2010*Allein dieses geänderte und deutlich anspruchsvollere Koordinatensystem für die Konzeption künftiger Schiffsfonds schließt einen erneuten Hype auf diesem Sektor für die nächsten Jahre aus (GRAFIK 3). Denn es erfordert mehr Risikobereitschaft vom privaten Anleger und eine im Gegenzug deutlich höhere Renditeerwartung für sein Investment.

Flugzeugfonds: Ein Comeback für die zu Unrecht Abgestraften
Auch Flugzeugfonds haben deutlich Federn lassen müssen, auch wenn die Ergebnisse am Jahresende doch besser waren als die Einbußen von zwei Dritteln des platzierten EK, die sich noch zum Halbjahr abgezeichnet hatten. Flugzeugfonds sind die Fondsgattung, die im vergangenen Jahr zu Unrecht im Platzierungsergebnis „abgestraft“ wurde. Denn die Vorteile dieser Produkte sind nach wie vor gegeben: Es handelt sich um verhältnismäßig verhältnismäßig sicherheitsorientierte Investments mit weniger Variablen und damit weniger Risikofaktoren als bei anderen Fondsmodellen.

Auch das Basisszenario für das Wachstum des weltweiten Flugverkehrs dürfte nachhaltig intakt bleiben: Für die schnelle Beförderung von Waren und Dienstleistungen zwischen den Kontinenten gibt es keine Alternative zum Flugverkehr. Im Grunde müssen vor allem zwei Faktoren bei einem Geschlossenen Flugzeugfonds stimmen. Zum einen muss das Flugzeug an eine bonitätsstarke Fluggesellschaft, am besten mit staatlicher Beteiligung, verchartert sein.

Der zweite wichtige Faktor ist das Gelingen der Exitlösung, das heißt die Veräußerung der Maschine am Ende der Fondslaufzeit in zehn bis 15 Jahren zum heute prospektierten Preis. Ist der technische Fortschritt – und dieser wird im Wesentlichen vom Kerosinverbrauch bestimmt – am fraglichen Flugzeug vorbeigezogen, dann dürfte die Rechnung des Fonds nicht aufgehen. Der Anleger sollte also neben der Bonität der Airline auch die technische Effizienz des Flugzeugs genau prüfen und sich mit seinem Investment nur in die neueste Technologie einkaufen.

Gegenwärtig entfallen 30 bis 40 % der Kosten im Flugverkehr auf Kerosin; dieser Anteil dürfte mit einem langfristig wieder anziehenden Ölpreis noch deutlich steigen. Dabei sind 400 US-$ pro Barrel und mehr – von denen Prognosen ausgehen – sicher keine Mondpreise, sondern im Zuge der wirtschaftlichen Aufholjagd der BRIC-Staaten mittel- bis langfristig durchaus realistische Schätzungen.

Das Segment der Flugzeugfonds dürfte sich 2010 wieder leicht erholen, aber keine Steigerung erfahren wie beispielsweise die New-Energy-Fonds. Bei Flugzeugfonds sind der Zahl stimmiger Angebote Grenzen gesetzt. Denn neben dem Flugzeugtyp und der Fluggesellschaft muss auch die Charterrate so gestaltet sein, dass noch eine attraktive Rendite zu erzielen ist. Hier hakt es oft, denn bonitätsstarke Fluggesellschaften sind sich ihrer guten Verhandlungsposition sehr wohl bewusst.

Private Equity-Fonds: Das Segment sendet keine Lebenszeichen
Anleger werden auch im laufenden Jahr nicht bereit sein, in Private Equity zu investieren. So lautet die Scope-Prognose für 2010 – dies mit dem Zusatz: Schade! Auf lange Sicht dürfte es kaum einen geeigneteren Zeitpunkt für ein Private-Equity- Investment geben als heute. Die Preise für den Erwerb von Risikokapitalbeteiligungen befinden sich am Boden; darüber hinaus erwarten viele Marktanalysten und Chefvolkswirte nach einer Phase der Preisstagnation und der deflationären Tendenzen mittelfristig deutlich anziehende Preise, ja sogar eine sich schnell drehende Preisspirale.

Angesichts solcher Szenarien lassen sich Depots mit Unternehmensbeteiligungen gut absichern und Wachstumspotenziale nutzen. Sind erfahrene Partner mit von der Partie, dann eignet sich Private Equity theoretisch gut als Portfoliobeimischung. Geschlossene Fonds 2Praktisch werden aber auch 2010 wieder nur wenige der traditionell eher prozyklisch ausgerichteten deutschen Privatanleger zu diesen Produkten greifen (GRAFIK 4). Und auch der Vertrieb wird das Segment stiefmütterlich behandeln. Denn die Vermittler kennen die alte Vertriebsweisheit nur zu genau: „Wer gegen die Stimmung beim Kunden ankämpfen muss, der hat schon verloren.“

Steffen Möller ist Chefanalyst, Dr. Claudia Vogl-Mühlhaus Leiterin Marketing und Kommunikation bei Scope. Beide gehören der Geschäftsleitung der Scope Analysis GmbH, Berlin, an.
Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 03/2010
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