Chinesische Firmen liegen vorn
Eine wachsende Zahl von Unternehmen wagt den Sprung auf das Börsenparkett. Allen voran Gesellschaften aus China und anderen asiatischen Ländern. Von Januar bis Anfang März 2010 ließen sich weltweit 200 Unternehmen listen, nach 864 im Gesamtjahr 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Datenanbieters Bureau van Dijk.
Knapp ein Drittel der Börsendebütanten dieses Frühjahrs ließ sich an den Handelsplätzen Shenzen und Shanghai listen. Die Newcomer zogen mehr als 60 % des gesamten Finanzvolumens auf sich. Gemessen an der Zahl der Börsengänge hatte Shenzen die Nase mit 59 vorn, gefolgt von der Toronto Stock Exchange mit 22. Einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zufolge führte in Europa die Londoner Börse (LSE) mit 20 IPOs und einem Gesamtvolumen von 2,1 Mrd € im ersten Quartal das Feld an. Die Deutsche Börse in Frankfurt verbuchte lediglich acht Neuauftritte. Allerdings waren darunter große Unternehmen wie Kabel Deutschland und die Brenntag AG, was zu einem Emissionsvolumen von 1,7 Mrd € führte. Insgesamt gab es an Europas Marktplätzen von Januar bis Ende März 77 Börsengänge mit einem Volumen von knapp 4,7 Mrd €. Im Schlussquartal 2009 waren es 55 Unternehmen mit einem Emissionsvolumen von 5,2 Mrd € gewesen. Die Verbesserung zur Vorjahreszeit ist nicht zu übersehen: Im ersten Vierteljahr 2009 waren europaweit nur 16 Börsenaspiranten angetreten, die zusammen lediglich 35 Mio € einsammelten. Seither hat sich die Zahl der IPOs in jedem Quartal erhöht.


