4,7 Billionen Euro Geldvermögen
Sparsame Deutsche
Die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg hat das Geldvermögen der Deutschen nur kurzzeitig schrumpfen lassen: Es nahm im Krisenjahr 2008 um 3 % ab, stieg aber 2009 bereits wieder deutlich an und erreichte einen neuen Rekordwert.
Bernd Sprenger
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Fiskalkrise
Die Methodik der Länderrisiko-Analyse
Die Bonitätsanalyse bei der Staatsfinanzierung muss prognose-orientiert sein, denn erst in der Zukunft entscheidet sich, ob ein heute gewährter Kredit problemlos verzinst und zurückgezahlt werden kann. Um eine präzise Einschätzung vornehmen zu können, sind zahlreiche quantitative und qualitative Kriterien zu beachten. Länder sind in Bonitätsklassen einzustufen, um international tätigen Kreditmanagern Entscheidungen zu erleichtern.
Bruno Hake
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Vertrauen in Banken
Es bleibt noch viel zu tun
Das Image der Banken in Deutschland hat durch die Finanzmarktkrise erheblich Schaden genommen. Während das Vertrauen der Deutschen in ihre eigene Hausbank relativ stabil geblieben ist, hat das gesellschaftliche Ansehen der Kreditwirtschaft insgesamt doch stark gelitten. Die Nachwirkungen halten an, haben sich zuletzt aber deutlich entschärft.
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Wirtschaftsgeschichte
Ausufernde Staatsverschuldung - ein Blick zurück
Die ausufernde Verschuldung europäischer Staaten, aber auch in anderen Regionen der Welt lenkt den Blick zurück in die Wirtschaftsgeschichte. Im vergangenen Jahrhundert gab es in Deutschland zwei Währungskrisen von historischer Dimension: 1924 und 1945.
Eckhardt Wanner
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Markt für US-Gewerbeimmobilien
Nur Risiken oder auch Chancen?
Die Schlagzeilen konnten gar nicht groß genug sein: „Spekulativ überhitzt“, „Die Immobilienkrise kehrt zurück“, gar von einem „Immobilien-Tsunami“ war die Rede, als bekannt wurde, dass einer der weltweit größten auf Gewerbeimmobilien ausgerichteten Investmentfonds Buchverluste von 5,4 Mrd US-$ aufwies und damit fast zwei Drittel seines Werts verloren hatte. Nicht wenige Kommentatoren sind der Meinung, dass nach dem Kollaps am Markt für Einfamilienhäuser jetzt dem Sektor für Gewerbeimmobilien Schlimmstes bevorsteht. Ist dieser Pessimismus begründet?
Quintin E. Primo
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Banking sector
Giving supervision a European voice
The causes of the recent financial crisis are manifold. They range from a lack of transparency and reckless risk-taking to mistaken political assessments and decisions. One thing is clear: the financial crisis marks a turning point not only for banks, but also for the financial system as a whole. This is why not only weaknesses at banks themselves and in their regulation, but also fundamental shortcomings in supervisory structures, should be removed. That goes for the national, the European, but also the global level, as the scale of the crisis has shown that supervision must not end at national borders.
Hans-Joachim Massenberg
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Kreditwirtschaft
Der Aufsicht eine europäische Stimme geben
Die Ursachen der jüngsten Finanzmarktkrise sind vielschichtig. Sie reichen von mangelnder Transparenz und dem allzu leichtfertigen Umgang mit Risiken bis hin zu politischen Fehleinschätzungen und -entscheidungen. Fest steht: Die Finanzmarktkrise stellt eine Zäsur dar – nicht nur für die Banken, sondern für das gesamte Finanzsystem. Daher sollten nicht nur Schwachstellen bei den Banken selbst und in ihrer Regulierung behoben werden, sondern ebenso grundlegende Mängel in den Aufsichtsstrukturen. Dies gilt für die nationale, die europäische, aber auch die globale Ebene, denn das Ausmaß der Krise hat gezeigt, dass Aufsicht nicht an nationalen Grenzen Halt machen darf.
Hans-Joachim Massenberg
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Hochfrequenz-Handel
Schneller als der Blitz
Der Kampf Mensch gegen Maschine ist längst entschieden. Und zwar mit dem eindeutigen Ergebnis 5.000 zu 60 Mio. Bis zu 5.000 Geschäfte schließt ein Aktienhändler an guten Tagen ab. Doch das ist nichts gegen die 60 Mio Kauf- und Verkaufsaufträge, die ein einziges Computerprogramm schon bald täglich absetzen kann.
Birga Teske
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Staatsverschuldung in Europa
Optionen für eine künftige Krisenprävention
Die Frage nach der Tragbarkeit der Staatsverschuldung verschiedener Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion (EWU) ist in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Dabei steht die Befürchtung eines Staatsbankrotts Italiens, Spaniens, Portugals, Irlands und vor allem Griechenlands im Raum. Zur Beurteilung der Lage ist eine differenzierte Analyse der Verschuldungssituation – auch im Vergleich mit Ländern außerhalb der EWU – angebracht.
Michael Heise
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Limiting systemic risk
How can crisis-hit financial institutions be successfully reorganised or restructured?
If a systemically important bank gets into trouble, action at national level is often no longer enough on its own to prevent harm to a financial system that is highly interconnected internationally: then cross-border management is called for. This is one of the key lessons from the global financial crisis. But, if the worst comes to the worst, how can such crisis management be ensured efficiently, smoothly and quickly on a legally sound basis? Following the G20, the European Commission, too, is now calling for a “framework for cross-border crisis management in the banking sector”. What has to be done so that individual bank failures no longer trigger a systemic crisis?
Manfred Weber
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Systemische Risiken eingrenzen
Wie gelingt die Sanierung von Kriseninstituten?
Wenn eine systemrelevante Bank in Schwierigkeiten gerät, reicht nationales Handeln allein oft nicht mehr aus, um Schäden vom international hochgradig vernetzten Finanzsystem abzuwenden – dann ist grenzüberschreitendes Krisenmanagement gefragt. Das ist eine der zentralen Lehren aus der globalen Finanzmarktkrise. Wie aber gelingt im Falle eines Falles ein solches Krisenmanagement wirksam, zügig, komplikationslos und rechtlich einwandfrei? Nach den G20 fordert auch die EU-Kommission einen „Rahmen für das grenzübergreifende Krisenmanagement im Bankensektor“. Was ist zu tun, damit der Zusammenbruch einzelner Institute nicht mehr in eine systemische Krise mündet?
Manfred Weber
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Asset-Klasse Volatilität
Welche Investmentstrategien versprechen Gewinn?
Volatilität wird besonders von institutionellen Investoren zunehmend als wertvoller Beitrag zur Asset Allocation genutzt. Der Erfolg einer Investition in diesem Bereich hängt jedoch maßgeblich von der Fähigkeit ab, mit Hilfe von systematischen Analyseprozessen günstige Investitionschancen zu erkennen und umzusetzen.
Jörg Zimmermann,
Marco Erling
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Geschlossene Fonds
Das Ende der Durststrecke?
Die Vermeldung der Platzierungsergebnisse durch den Verband Geschlossene Fonds (VGF) kam in diesem Jahr einer offiziellen Bestätigung dessen gleich, was seit Monaten im Markt schmerzlich bekannt ist. Für die meisten Initiatoren Geschlossener Fonds war 2009 ein Jahr mit Trauerrand. Bis auf wenige Ausnahmen war der Markt für Schiffsfonds, Private-Equity-Modelle, Blind Pools und komplexe Fondskonstruktionen tot. Zeit für Trauerarbeit bleibt Initiatoren und Vertrieben allerdings nicht.
Claudia Vogl-Mühlhaus,
Steffen Möller
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Leistungstransparenz
Die Anlageberatung verbessern
Neun Thesen zur Verbesserung von Anlegerentscheidungen mittels professioneller Beratung werden im folgenden Beitrag erläutert. Dabei wird nicht auf verstärkte Regulierung oder Aufsicht gesetzt, sondern auf die Freisetzung und Refokussierung von Wettbewerbskräften im Markt für Anlageberatung. Es wird argumentiert, dass Leistungstransparenz den Mangel an Differenzierungsmöglichkeiten im Beratungsmarkt beheben hilft und sich positiv auf Margen und Beratungsqualität auswirkt.
Andreas Hackethal
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EU-Emissionshandel
CO2-Rechte – eine lukrative Anlageklasse?
Der Appell der Europäischen Union ist dringend: „Wenn nicht rasch weltweite Maßnahmen zur Stabilisierung der steigenden Temperaturen auf unserem Planeten getroffen werden, müssen wir mit katastrophalen Folgen rechnen!“ Die EU will deshalb eine weltweit führende Rolle beim Klimaschutz übernehmen. Ihre schärfste Waffe gegen den drohenden Klimawandel ist der 2005 eingeführte Handel mit Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Der EU-Emissionshandel wird zunehmend auch für Investoren interessant. Weil das System in die heiße Phase tritt, ist mittel- bis langfristig mit steigenden Preisen zu rechnen.
Heiko Siemann,
Dominik Auricht
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Volkswirtschaft
Vertrauenskrise und Gold
Der Goldpreis sorgte 2009 mit neuen historischen Höchstständen für Furore. Schon immer entzündete sich an dem edlen Metall die Fantasie. Ein aktuelles Beispiel ist der Vorschlag, ein stabiles Währungssystem durch die Rückkehr zu einem Goldstandard zu ermöglichen. Ließe sich dieses Gedankenspiel angesichts der heutigen ökonomischen Verhältnisse realisieren? Welche Determinanten bestimmen überhaupt den Wert und die Funktion des Goldes?
Dietmar Peetz
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Private Banking nach der Finanzkrise
Weiter wie vorher oder Neuausrichtung?
Die Kapitalmarktturbulenzen haben tiefe Spuren hinterlassen: in den Bankbilanzen und auch in den Portefeuilles der Anleger. Für die Strategen im Private Banking hat nunmehr die Zeit des Sondierens, Reflektierens und Umdenkens begonnen. Es geht um die Frage, wie das Geschäft mit den vermögenden Kunden gestaltet sein muss, um nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen.
Reinhard Carl,
Christiane Ebbert
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Squeeze Out zur Finanzmarktstabilisierung
HRE im Blickfeld
Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Hypo Real Estate Holding AG (HRE) vom 5. Oktober 2009 wurden die verbliebenen Minderheitsaktionäre im Wege eines Squeeze Out abgefunden. Dieses in der Öffentlichkeit vielbeachtete Ereignis gibt Anlass, die Entwicklung der Mehrheitsverhältnisse bei der HRE und das anschließende Verfahren zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre zu skizzieren und die Thematik der verfassungsrechtlichen Gewährleistung des Aktienanteilseigentums darzustellen.
Gernot Rößler
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