Unternehmensanleihen

Mindeststandards in der Bondkommunikation

Bondinvestoren fordern eine spezifische Finanzmarktkommunika­tion, um vorausschauende Bonitätsanalysen durchführen zu können. Aufgrund des asymmetrischen Ertrag/Risiko-Profils bei Anleihen liegt der Schwerpunkt der Fixed-Income-Analyse darin, Risiken frühzeitig erkennen und abwenden zu können. Hier sind konstruktive Gespräche mit der Unterneh­mens­­­führung des Emittenten hilfreich, die in bonitätsstabilisierende oder -verbessernde Maß­nahmen münden sollten. Der DVFA-Arbeitskreis Bondkommunikation, ein vorwiegend mit Praktikern aus dem Asset Management besetztes Gremium, hat angesichts der steigenden Bedeutung von Unternehmensanleihen Mindeststandards für die Bondkommunikation vorgestellt, die als Grundlage für professionelle Investor Relations dienen sollen. Christoph Klein, Markus Walchshofer [mehr lesen]

Vom Europäischen Währungssystem zum Euro
Währungspolitik

Vom Europäischen Währungssystem zum Euro

Vor nunmehr zehn Jahren, am 1. Januar 2002, wurde das Euro-Bargeld eingeführt. Es trat zu unwiderruflich festgelegten Umrechnungskursen an die Stelle der Banknoten und Münzen der nationalen Währungen. Heute ist der Euro in 17 der 27 EU-Mitgliedstaaten gesetzliches Zahlungsmittel. Der Autor, von 1989 bis 1998 Bundesminister der Finanzen, schildert die umfangreichen Bemühungen, die der Einführung der Europäischen Währungsunion vorausgingen. Theo Waigel [mehr lesen]

Der Kampf um das neue Leitbild
Fusionen & Übernahmen

Der Kampf um das neue Leitbild

Jedes Unternehmen hat seine eigene Geschichte und seine eigene Kultur. Bei Fusionen und Übernahmen entbrennt daher meist ein Kampf um das neue Leitbild. Damit die angestrebten Ziele des Zusammenschlusses erreicht werden, empfiehlt sich zu Beginn des Fusionsprozesses eine genaue Analyse, welche spezifischen Stärken die beiden bisherigen Unternehmen jeweils haben. Diese Qualitäten sollten in die Corporate Identity des neuen Unternehmens einfließen. Georg Kraus [mehr lesen]

Wirtschaftsgeschichte

Gründerjahre und Gründerkrach

Nach der Reichsgründung 1871 erlebte Deutschland einen beispiellosen Aufschwung. Ein novelliertes Aktienrecht förderte die Gründung neuer Gesellschaften und beflügelte den Börsenhandel. 1873 wich die Gründer-Euphorie jedoch der Depression: Ein Zusammenbruch von Börsen, Banken und Aktiengesellschaften stürzte die Wirtschaft in eine langwierige Krise. Eckhardt Wanner [mehr lesen]

Wertpapiersparen

Immer weniger Depots

Es gibt immer weniger Wertpapier-Kundendepots in Deutschland. Bezifferte die Bundesbank ihre Zahl für Ende 2006 noch mit gut 30,1 Mio, so waren es drei Jahre später 28,3 Mio und zum Jahresende 2010 sogar nur noch knapp 27,3 Mio Depots. Das bedeutet einen Rückgang von rund 10 % in vier Jahren. Bernd Sprenger [mehr lesen]

Euro-Bonds

Problemlöser oder Sündenfall?

Um der aktuellen Staatsschuldenkrise in Europa zu begegnen, wird von einigen Politikern und Wirtschaftwissenschaftlern die Emission von Euro-Bonds vorgeschlagen. Diese Bonds würden von den 17 Euroländern gemeinsam emittiert. Ihr wesentliches Merkmal ist die gesamtschuldnerische Haftung. Sofern ein Staat oder mehrere Staaten ausfallen, müssten die übrigen Länder für die gesamte Schuld haften. Sind Euro-Bonds als Problemlöser geeignet? Jochen Beißer [mehr lesen]

Rating-Agenturen

Alleswisser oder Scharlatane?

Die Rating-Agenturen sind ins Blickfeld der Kritiker geraten. Sie sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, für die Fehlentwicklungen an den Kapitalmärkten mitverantwortlich zu sein. Auch der Gesetzgeber ist aktiv geworden. Auf das vermeintliche Versagen der Rating-Agenturen haben die einzelnen Industrienationen allerdings unterschiedlich reagiert. Joachim Gres [mehr lesen]

Transparenzrating

Qualifiziert entscheiden

Die Finanzberichterstattung steht vor neuen Herausforderungen. Die Kapitalmarktkrise löste eine Vielzahl von Gesetzgebungsverfahren aus, die nicht zuletzt auch auf die Verbesserung der Informationsgrundlagen abzielen, auf die sich Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft stützen. Während „Rating“ in der deutschen Literatur erstaunlich lange ein Randthema des wissenschaftlichen Interesses im Bankwesen blieb, erzwingt die Krise ein Umdenken bezüglich der Struktur, der Qualität und der Quantität der informationellen Basis, auf die sich Marktteilnehmer stützen. Oliver Everling [mehr lesen]

Deutscher Beteiligungsmarkt

Aufholpotenzial nach der Krise

Die ausreichende Verfügbarkeit von Wagnis- und Beteiligungskapital ist essentiell für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland. Jedoch zeigen aktuelle Untersuchungen, dass sich der Beteiligungsmarkt weiterhin in einer schwierigen Situation befindet. Eine Ursache hierfür ist der Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Besonders kritisch ist jedoch, dass der heimische Markt im internatio­nalen Vergleich unterentwickelt ist. Hemmend wirken insbesondere überholte gesetzliche Rahmenbedingungen. Detlev Hummel, Manuel Effenberg [mehr lesen]

Wirtschaftsskandale

Bernard Cornfeld und die IOS

„Bernie“ Cornfeld war eine der schillerndsten Figuren der internationalen Finanzwelt. Der Fonds-Anbieter, der Traumrenditen versprach, baute ein Schneeballsystem auf, dass unzähligen Anlegern bittere Verluste bescherte, dem Initiator aber einen aufwändigen Lebensstil erlaubte. Nach Jahren des Luxus wurde Cornfeld als Betrüger angeklagt. Eckhardt Wanner [mehr lesen]

Was die Deutschen besser machen müssen

Ein Land spart falsch

Wenn es ums Sparen geht, brauchen die Deutschen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen: Seit Anfang 2000 hat sich das private Geldvermögen hierzulande um beachtliche 43 % auf über 4,93 Bio € erhöht. Weniger positiv fällt indessen der Befund bei einer Analyse der Struktur der Geldanlage aus: Es dominieren niedrig verzinste Sparformen, während Investments, die langfristig deutlich höhere Renditen versprechen, wie beispielsweise Aktien(fonds), meist gemieden werden – ein fataler Fehler gerade mit Blick auf die Altersversorgung, so der Autor. Doch wie kann ein Wandel der Anlagementalität herbeigeführt werden? Thomas Richter [mehr lesen]

Privatanleger

Investorenverhalten während der Finanzkrise

Die Finanzkrise von 2007 bis 2009 hatte erhebliche Auswirkungen auf individuelle Investoren. Sowohl die subjektiven Einschätzungen und Erwartungen als auch das Verhalten während der Krise unterlagen starken Schwankungen. Im folgenden Beitrag werden diese Faktoren in Verbindung mit der von den Investoren erzielten Performance gebracht. Insbesondere Anleger mit einer hohen Rendite­erwartung, einer hohen Risikoaversion, einem hohen Investmentvermögen und einem geringem Portfolio­umsatz erzielten einen überdurchschnittlichen Anlageerfolg. Arvid O.I. Hoffmann, Joost M.E. Pennings, Thomas Post [mehr lesen]

China

Reich der Maxime

Im Reich der Mitte läuft die Wirtschaft auf Hochtouren, mit extrem hohen Zuwachs­raten. Die Volksrepublik verfügt bereits über Devisenreserven in Höhe von mehr als 3 Bio US-$. Laut einer aktuellen HSBC-Studie wird China die USA im Jahr 2050 als größte Volkswirtschaft der Welt abgelöst haben. Ein Grund: Die Kauflust des 1,3-Milliarden-Volkes wächst immens. Für Anleger bietet der Aufschwung vielseitige Investitionsmöglichkeiten. Christian Heger [mehr lesen]

Wertschöpfung durch regelmäßige Einkommensströme

Auf der Suche nach Substanz

Die in Ruhestand gehende Babyboomer-Generation hat mit höheren Renditen aus risikoärmeren Assetklassen gerechnet. Doch die ursprünglichen Renditeziele konnten nicht erfüllt werden. Dabei benötigt eine alternde Gesellschaft mehr Kapital, denn sie muss in zunehmendem Maße Arbeit durch Kapital substituieren. Die Finanzkrise und die schwerste Rezessionsphase der Nachkriegsgeschichte haben es zusätzlich erschwert, diese Anforderung zu erfüllen. Auf der Suche nach werthaltigen Assets sind die Renditen aus Dividenden und Aktienrückkäufen nicht zu verachten. Thomas Meyer [mehr lesen]

Die Erfindung des Automobils

Carl Benz und seine Unternehmen

Vor 125 Jahren – am 29. Januar 1886 – meldete Carl Benz einen von ihm konstruierten Wagen mit Verbrennungsmotor als Antrieb zum Patent an. Dies gilt als die Geburtsstunde des modernen Automobils. Die berufliche Laufbahn des berühmten Erfinders und seine unternehmerischen Engagements waren von Höhen und Tiefen geprägt. Eckhardt Wanner [mehr lesen]

Weltbörsen

Warum in Emerging Markets investieren?

Die Rendite-Risiko-Charakteristika der Emerging Markets (EM) als Assetklasse haben sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Investitionen in Aktien, Anleihen und Währungen sind aufgrund des höheren Renditepotenzials nicht nur absolut gesehen interessant, sondern auch im Vergleich zum entsprechenden Ertragsausblick an den reifen Märkten. Elke Speidel-Walz, Helmut Kaiser [mehr lesen]

Unternehmensfinanzierung

Kommt der Mittelstand jetzt an die Börse?

Es gab immer wieder erfolglose Versuche, den Mittelstand an die Börse zu holen. Selbst die Welle der Börsengänge um die Jahrtausendwende ist am klassischen deutschen Mittelstand vorbeigegangen. Nur die wenigsten Unternehmen schienen bereit zu sein, ihre Zahlen offenzulegen und unternehmerische Mitsprache durch Aktionäre bzw. Investoren zu akzeptieren. Nun bietet sich jedoch eine interessante Variante: So will beispielsweise die Börse Düsseldorf mit dem neuen „Mittelstandsmarkt“ die Unternehmensfinanzierung per Anleihen erleichtern. Dirk Elberskirch [mehr lesen]

Welchen Bankenmarkt braucht die deutsche Wirtschaft?
Bankensystem

Welchen Bankenmarkt braucht die deutsche Wirtschaft?

Kapital ist der Treibstoff für das Wachstum der Volkswirtschaft. Der hohe Finanzierungsbedarf der deutschen Wirtschaft macht es umso wichtiger, dass der Bankensektor hinreichend profitabel ist, denn nur das verschafft den Instituten eine Eigenkapitalbasis, die auch unter den neuen regulatorischen Anforderungen eine Ausweitung der Unternehmensfinanzierung  erlaubt. Im internationalen Vergleich leidet das deutsche Kreditgewerbe allerdings an einer strukturellen Ertragsschwäche. Daher bedarf es einer Reform und Stärkung des Bankensystems. Josef Ackermann [mehr lesen]
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Stichwort
  • » Finanztransaktionssteuer – die möglichen Auswirkungen : Sollen Finanztransaktionen künftig besteuert werden? Diese Frage wird derzeit nicht nur in Deutschland von der Politik diskutiert. Eine Finanztransaktionssteuer funktioniere nur, wenn sie international vorgeschrieben sei, nicht ausschließlich in Deutschland - das ist das bekannteste Gegenargument, aber nicht das einzige.
Buchtipp (FM)
  • » Kapitalmarktrechts-Kommentar: Nunmehr in der 4. Auflage ist der ehemals von Schwark als Börsengesetz-Kommentar begonnene Kapitalmarktrechts-Kommentar von Schwark/Zimmer erschienen.

 

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