Geschlossene Fonds

Das Ende der Durststrecke?

Die Vermeldung der Platzierungsergebnisse durch den Verband Geschlossene Fonds (VGF) kam in diesem Jahr einer offiziellen Bestätigung dessen gleich, was seit Monaten im Markt schmerzlich bekannt ist. Für die meisten Initiatoren Geschlossener Fonds war 2009 ein Jahr mit Trauerrand. Bis auf wenige Ausnahmen war der Markt für Schiffsfonds, Private-Equity-Modelle, Blind Pools und komplexe Fondskonstruktionen tot. Zeit für Trauerarbeit bleibt Initiatoren und Vertrieben allerdings nicht. Claudia Vogl-Mühlhaus, Steffen Möller [mehr lesen]

Leistungstransparenz

Die Anlageberatung verbessern

Neun Thesen zur Verbesserung von Anlegerentscheidungen mittels professioneller Beratung werden im folgenden Beitrag erläutert. Dabei wird nicht auf verstärkte Regulierung oder Aufsicht gesetzt, sondern auf die Freisetzung und Refokussierung von Wettbewerbskräften im Markt für Anlageberatung. Es wird argumentiert, dass Leistungstransparenz den Mangel an Differenzierungsmöglichkeiten im Beratungsmarkt beheben hilft und sich positiv auf Margen und Beratungsqualität auswirkt. Andreas Hackethal [mehr lesen]

CO2-Rechte – eine lukrative Anlageklasse?
EU-Emissionshandel

CO2-Rechte – eine lukrative Anlageklasse?

Der Appell der Europäischen Union ist dringend: „Wenn nicht rasch weltweite Maßnahmen zur Stabilisierung der steigenden Temperaturen auf unserem Planeten getroffen werden, müssen wir mit katastrophalen Folgen rechnen!“ Die EU will deshalb eine weltweit führende Rolle beim Klimaschutz übernehmen. Ihre schärfste Waffe gegen den drohenden Klimawandel ist der 2005 eingeführte Handel mit Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Der EU-Emissionshandel wird zunehmend auch für Investoren interessant. Weil das System in die heiße Phase tritt, ist mittel- bis langfristig mit steigenden Preisen zu rechnen. Heiko Siemann, Dominik Auricht [mehr lesen]

Volkswirtschaft

Vertrauenskrise und Gold

Der Goldpreis sorgte 2009 mit neuen historischen Höchstständen für Furore. Schon immer entzündete sich an dem edlen Metall die Fantasie. Ein aktuelles Beispiel ist der Vorschlag, ein stabiles Währungssystem durch die Rückkehr zu einem Goldstandard zu ermöglichen. Ließe sich dieses Gedankenspiel angesichts der heutigen ökonomischen Verhältnisse realisieren? Welche Determinanten bestimmen überhaupt den Wert und die Funktion des Goldes? Dietmar Peetz [mehr lesen]

Private Banking nach der Finanzkrise

Weiter wie vorher oder Neuausrichtung?

Die Kapitalmarktturbulenzen haben tiefe Spuren hinterlassen: in den Bankbilanzen und auch in den Portefeuilles der Anleger. Für die Strategen im Private Banking hat nunmehr die Zeit des Sondierens, Reflektierens und Umdenkens begonnen. Es geht um die Frage, wie das Geschäft mit den vermögenden Kunden gestaltet sein muss, um nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen. Reinhard Carl, Christiane Ebbert [mehr lesen]

Squeeze Out zur Finanzmarktstabilisierung

HRE im Blickfeld

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Hypo Real Estate Holding AG (HRE) vom 5. Oktober 2009 wurden die verbliebenen Minderheitsaktionäre im Wege eines Squeeze Out abgefunden. Dieses in der Öffentlichkeit vielbeachtete Ereignis gibt Anlass, die Entwicklung der Mehrheitsverhältnisse bei der HRE und das anschließende Verfahren zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre zu skizzieren und die Thematik der verfassungsrechtlichen Gewährleistung des Aktienanteilseigentums darzustellen. Gernot Rößler [mehr lesen]

Fondsbewertungen

Die Aussagekraft von Ratings und Rankings

Die Einstufung der Publikumsfonds durch Rating- und Rankinganbieter hat starken Einfluss auf das Investitionsverhalten der Privatanleger. Diese verbinden mit einer sehr guten Fondsbewertung eine überproportionale Performance-Erwartung. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Ratings und Rankings wirklich in der Lage sind, die künftige Wertentwicklung eines Fonds vorherzusagen, und damit den Anlegern eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten. Christian Meinhardt [mehr lesen]

Geschichte

Aufstieg und Fall des Ivar Kreuger

Der schwedische Unternehmer Ivar Kreuger galt als introvertiert, aber blitzgescheit. In den 1920er Jahren verfestigte sich bei ihm die Idee, ein Weltmonopol für Zündhölzer unter seiner Regie aufzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, bediente er sich äußerst unseriöser Methoden, und sein Weg führte nach einem steilen Aufstieg schließlich in den Ruin. Eckhardt Wanner [mehr lesen]

Wirtschaftspolitik

Der steinige Weg aus der Krise

Die aktuellen Konjunkturindikatoren belegen, dass die Wirtschaftskrise im Frühjahr 2009 ihren Tiefpunkt erreicht hat. Es wäre jedoch leichtfertig, zu glauben, damit seien auch bereits alle krisenbedingten Probleme überwunden. Denn in dem Maße wie die deutsche Wirtschaft nach ihrem beispiellosen Absturz wieder Boden unter die Füße bekommt, beginnt erst die eigentlich schwierige Phase der Wirtschaftskrise: Nun gilt es, die richtigen Schlüsse aus den Ereignissen und Erfahrungen der vergangenen Monate zu ziehen und diese in konkrete Politik umzusetzen. Volker Hofmann, Siegfried Utzig [mehr lesen]

Hedge-Fonds

Vor dem Neustart?

Konnten die Hedge-Fonds bis 2007 mit einer beeindruckenden Wachstumsdynamik glänzen, änderte sich im Zuge der Finanzmarktkrise das Bild: Der Trend drehte ins Negative, und im Jahr 2008 mussten weltweit fast 1.500 Fonds ihre Pforten schließen. Die Branche durchlebt momentan eine Schrumpfkur. Überdies ist eine strengere gesetzliche Regulierung in der Diskussion. Doch wie sieht die Zukunft der Branche aus? Kann ein Neustart gelingen? Birga Teske [mehr lesen]

Wirtschaftsgeschichte

Schwarzer Freitag

Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten verhalfen einem Begriff zur Renaissance, der ein Synonym für Börsen-Crashs geworden ist: dem Schwarzen Freitag. Der historische Hintergrund dieser Wortschöpfung wird indessen häufig falsch interpretiert. Eckhardt Wanner [mehr lesen]

Jugendstudie 2009

Wissensdurst und Wissenslücken

Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben Interesse an Wirtschaft und wollen mehr darüber erfahren. Angesichts der Lücken in ihrem ökonomischen Grundwissen ist das allerdings auch bitter nötig. Allgemeine Wirtschaftsinformationen erwarten die Jugendlichen dabei vor allem von der Schule; und sie wollen ein eigenständiges Schulfach „Wirtschaft“. Für Informationen zu Geld- und Finanzangelegenheiten sehen junge Leute hingegen die Banken in der Pflicht. Ergebnisse der aktuellen Jugendstudie des Bankenverbandes. Christian Jung [mehr lesen]

Die neue Commerzbank
Zurück in die Gewinnzone

Die neue Commerzbank

Nach dem Zusammenschluss mit der Dresdner Bank verfolgt die Commerzbank ein ambitioniertes Ziel: Der neue Finanzkonzern soll die führende Bank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland werden. Der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing erläutert im folgenden Beitrag die Strategie, die Herausforderungen und die Perspektiven der neuen Commerzbank. Seine Prognose: „Wir werden die Commerzbank binnen drei Jahren zur vollen Profitabilität zurückführen.“ Martin Blessing [mehr lesen]

Etablierte Börsen im Gegenwind

Das Ende der Vormachtstellung?

Die Börsenbetreiber weltweit durchleben harte Zeiten. Nicht nur die Finanzmarktkrise mit ihren schrumpfenden Handelsvolumina bereitet Probleme. Auch das wachsende Kostenbewusstsein der Kunden erschwert das Geschäft. Und nun machen den etablierten Anbietern wie der Deutschen Börse AG, der London Stock Exchange oder der transatlantischen NYSE Euronext auch noch neue Handelsplattformen als zusätzliche Wettbewerber zu schaffen. Birga Teske [mehr lesen]

Der FAVAG-Konkurs

Das deutsche Menetekel der Weltwirtschaftskrise

Am 16. August 1929, vor 80 Jahren also, erschien in der Frankfurter Zeitung eine kurze Information, dass der Aufsichtsrat der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-AG (FAVAG) eine Sonderprüfung der Gesellschaft beschlossen habe. Diese Meldung erregte Aufsehen, denn die FAVAG zählte zu den ersten Adressen der deutschen Versicherungswirtschaft. Eine dramatische Entwicklung nahm ihren Lauf. Eckhardt Wanner [mehr lesen]

Wertpapierabwicklung

Auf dem Weg zu einem integrierten EU-Finanzmarkt

Das Ziel eines integrierten europäischen Finanzmarktes – speziell im Bereich der Wertpapierabwicklung – rückt näher. Zur Überwindung der steuerlich-rechtlichen Hemmnisse (Giovannini- Barrieren) hat die EU-Kommission nun konkrete Richtlinienvorhaben ins Auge gefasst. Iris Quade [mehr lesen]

Deutscher Aktienmarkt

Das Schattendasein der Small Caps

Zwar zeichnet sich der deutsche Aktienmarkt durch eine Vielzahl börsennotierter Unternehmen aus, doch es sind vor allem die großen, international bekannten Konzerne des DAX 30, die das Börsengeschehen prägen. Dagegen führen die kleineren Aktiengesellschaften ein Schattendasein. Um das zu ändern, hat die DVFA eine Initiative für Small Cap Investments mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Finanzkommunikation in diesem Segment deutlich zu verbessern. Petra Oetken, Ralf Frank [mehr lesen]

Regionalbörsen

Wettbewerb als Taktgeber

Die Börsenstruktur in Deutschland ist geprägt durch das föderative System der Bundesrepublik. Es gibt keine nationale deutsche Börse, sondern sieben voneinander unabhängige Kassa-Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover, in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart, die der Aufsicht des jeweiligen Bundeslandes unterliegen. Gerade auch die Börsen außerhalb Frankfurts sorgen immer wieder für Innovationen am Finanzplatz Deutschland. Sven Marxsen [mehr lesen]

Anlagepraxis

Transparenz durch Zertifikate-Ratings

Das Angebot an Zertifikate-Ratings ist in den letzten Jahren gewachsen. Verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen erstellen Analysen und bewerten eine Vielzahl von Zertifikaten. Ratings können einen wichtigen Beitrag zur Transparenz und Vergleichbarkeit leisten. Damit dienen sie dem Anlegerschutz. Erfüllen Zertifikate-Ratings diesen Anspruch? Sigrid Müller [mehr lesen]
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Stichwort
  • » Finanztransaktionssteuer – die möglichen Auswirkungen : Sollen Finanztransaktionen künftig besteuert werden? Diese Frage wird derzeit nicht nur in Deutschland von der Politik diskutiert. Eine Finanztransaktionssteuer funktioniere nur, wenn sie international vorgeschrieben sei, nicht ausschließlich in Deutschland - das ist das bekannteste Gegenargument, aber nicht das einzige.
Buchtipp
  • » Handbuch börsennotierte AG - Aktien- und Kapitalmarktrecht: Das Handbuch hat sich aufgrund seiner interdisziplinären, ganzheitlichen Darstellung der facettenreichen Thematik des Aktien- und Kapitalmarktrechts zu einem Standardwerk etabliert. Den Autoren, die in ihrem jeweiligen Fachgebiet anerkannte Experten sind, ist es gelungen, die unterschiedlichen Regelungsbereiche in ihren wechselseitigen Beziehungen verständlich zu erläutern.
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