Buchtipp
Insolvenzordnung (InsO)
 

Auch wenn dank der guten Konjunktur die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland seit dem Jahr 2009 um rund ein Drittel abgenommen hat, ist das Insolvenzrecht weiterhin von zentraler Bedeutung. Es gibt derzeit auch einige Neuerungen im Insolvenzrecht: Die drei wichtigen Reformvorhaben der vergangenen Jahre (ESUG, Verbraucherinsolvenzreform, Konzerninsolvenzrecht) sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Ein weiteres Vorhaben ist hinzugekommen: Die Reform des Rechts der Vorsatzanfechtung.

Der nun in 14. Auflage vorgelegte Kommentar zur Insolvenzordnung bildet die ersten beiden Stufen der Reform des Insolvenzrechts, das „Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“ (ESUG) sowie das „Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte“ (Verbraucherinsolvenzrechtsreform) bereits ab. Die dritte Stufe, das kurz vor der Verabschiedung stehende Konzerninsolvenzrecht, wird dagegen nur kursorisch beleuchtet, ebenso wie die Reform der Vorsatzanfechtung. Denn hier liegt bisher lediglich der Entwurf des „Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz“ vor. Der von Uhlenbruck, Hirte und Vallender gemeinsam he-rausgegebene Kommentar nimmt für sich in Anspruch, der „bewährte Standardkommentar zur Lösung insolvenzrechtlicher Problemfälle“ zu sein. Er wendet sich an Praktiker und ist dank der umfassenden, aktuellen und kompetenten Darstellung des deutschen Insolvenzrechts als Referenz für den Praktiker bestens geeignet. Nicht nur Richtern, Rechtsanwälten und Insolvenzverwaltern, sondern auch Mitarbeitern in Sanierungs- und Abwicklungsabteilungen der Banken ist dieses Standardwerk zu empfehlen.

             



Wilhelm Uhlenbruck (Hrsg.), Verlag Franz Vahlen, München 2015, 14. völlig neu bearbeitete Auflage, 3.424 Seiten, 259,- €, ISBN 978-3-8006-4664-7.

 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
19.01.2016
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