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Globales Asset Management

Negative Performance drückt Profitabilität

Die Assets under Management der Vermögensverwalter weltweit sind im Jahr 2008, für das jetzt vollständige Daten vorliegen, um 19 % geschrumpft. Auslöser waren ein drastischer Rückgang der Vermögenswerte um 20 % und sehr niedrige Mittelzuflüsse von durchschnittlich nur 1 %. Die Investmentperformance der verwalteten Vermögen nahm nahezu überall um mindestens 10 % ab, wobei sich das institutionelle Geschäft wegen eines konservativeren Asset-Mix im Allgemeinen besser entwickelte als das Retail-Geschäft.

In Westeuropa wurde mit 17 % der stärkste Volumenrückgang seit zehn Jahren verzeichnet. Erstmals kam es hier auch zu einem Abfluss von Assets. Auch der Anteil des Drittvertriebs an den Gesamtassets ging zurück (von 24 % auf 22 %). Bei der Analyse von weltweit 300 Asset Managern mit einem verwalteten Gesamtvolumen von 13 Bio € (50 % der Gesamtbranche) hat McKinsey auch errechnet, dass die Profitabilität in allen Regionen rückläufig war. Die durchschnittliche operative Gewinnmarge sank in Westeuropa beim Geschäft über Dritte von 16,6 Basispunkten im Jahr 2007 auf 10,8 Basispunkte im Jahr 2008. Der Gesamtgewinn der Branche ging um 40 % auf 7,1 Mrd € zurück. Erstmals seit elf Jahren verringerten sich auch die absoluten Kosten der europäischen Asset-Management-Industrie. Hauptgrund dafür ist vor allem die Reduzierung von variablen Vergütungen und Bonuszahlungen. Diese moderate Kostensenkung alleine konnte die Auswirkungen des drastischen Asset- und Ertragsrückgangs jedoch nicht wettmachen. Deshalb stieg die durchschnittliche Kostenmarge in Europa geringfügig um 0,8 auf 21,8 Basispunkte.

weltweit schrumpfende vermögenswerte

Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 02/2010
Betriebswirtschaft kompakt
Vermögensverwaltung klimaneutral
»
Emissionsausgleich Öko-Investment
Gesellschaftliche Verantwortung
»
Engagement weiterhin hoch
Neues Leistungskriterium
»
Vergütungsmaßstab Zufriedenheit
Managementberatungen
»
Zuversicht fürs eigene Geschäft
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Stichwort
  • » Die größten Insolvenzen des Jahrzehnts: Seit der Jahrtausendwende wurden rund 340.000 Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland gezählt. Das entspricht in etwa der Hälfte des heutigen Unternehmensbestandes Nordrhein-Westfalens. Die größte Insolvenz des vergangenen Jahrzehnts war die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor in diesem Jahr.
Buchtipp
  • » Sanierung und Insolvenz aus Bankensicht: Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten stellt die Betreuung sanierungsbedürftiger Unternehmen eine erhebliche Herausforderung für die betroffenen Hausbanken dar. Die Bewertung der Sanierbarkeit des Unternehmens gibt im negativen Fall den Ausschlag für einen möglichen Kapitalverlust der Bank und den Verlust einer Vielzahl von Arbeitsplätzen.
     
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