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Anstelle von Vertriebsausgaben

Kundenkontakte besser managen

In den nächsten drei Jahren werden die Banken weniger Geld in den Vertrieb investieren. Im Vergleich zu 2008 sei der Anteil der geplanten Ausgaben um knapp 10 % gesunken, heißt es in dem aktuellen Branchenkompass für Kreditinstitute von Steria Mummert Consulting. Im Gegenzug würden die Investitionen in das Kundenbeziehungsmanagement um etwa 20 % steigen.

Bei künftigen Vertriebsinvestitionen gehe es hauptsächlich um die Standardisierung von Arbeitsabläufen. Drei von vier Instituten wollten ihre Prozesse in diesem Bereich vereinheitlichen und dadurch die Kosten langfristig senken. Die Unternehmensberatung sieht bei vielen Vertriebsabläufen durchaus noch Potenzial, Zeit und dadurch Kosten zu minimieren. Exemplarisch dafür seien IT-Einzellösungen, die nicht mit anderen Datenbanken kompatibel sind. Sechs von zehn Führungsetagen wollten deshalb die gewachsene Systemumgebung in ihrem Haus mit einer Standard-Software ergänzen oder komplett ersetzen. Weiteres zentrales Thema sei das Management von Arbeitsabläufen. Jeder zweite der 100 befragten Bankentscheider will daher künftig in Workflow-Management-Systeme investieren, die die Abläufe schrittweise IT-basiert begleiten. Mit besser überschaubaren Prozessen ließe sich neben der Kosteneffizienz im Vertrieb auch die Dokumentationspflicht besser erfüllen.

Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 02/2010
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Stichwort
  • » Die größten Insolvenzen des Jahrzehnts: Seit der Jahrtausendwende wurden rund 340.000 Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland gezählt. Das entspricht in etwa der Hälfte des heutigen Unternehmensbestandes Nordrhein-Westfalens. Die größte Insolvenz des vergangenen Jahrzehnts war die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor in diesem Jahr.
Buchtipp
  • » Sanierung und Insolvenz aus Bankensicht: Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten stellt die Betreuung sanierungsbedürftiger Unternehmen eine erhebliche Herausforderung für die betroffenen Hausbanken dar. Die Bewertung der Sanierbarkeit des Unternehmens gibt im negativen Fall den Ausschlag für einen möglichen Kapitalverlust der Bank und den Verlust einer Vielzahl von Arbeitsplätzen.
     
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