Ambitionierter Fünfjahresplan
Die Folgen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zeigen sich auch bei den Umsätzen von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern. Zwar wuchsen die 70 von der Lünendonk Marktforschung analysierten Gesellschaften hierzulande 2010 im Durchschnitt um 2,2 %. Die eigenen Erwartungen der Branche lagen allerdings bei knapp 7 %.
Dessen ungeachtet erwarten die Befragten nunmehr bis 2016 durchschnittliche Umsatzsteigerungen von gut 5 % pro Jahr. Als wesentliche Treiber sehen die Studienteilnehmer das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, die Unternehmensteuerreform und das Erbschaftsteuerrecht an. Eingeschränkt wird die Geschäftsentwicklung dagegen durch niedrige Marktpreise und Honorare sowie einen Mangel an qualifizierten Fachkräften. Zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten suchten Anfang 2011 einige Prüfungsgesellschaften in Übernahmen und Fusionen. Gerade mittelgroße Dienstleister versuchen dadurch verstärkt, eine kritische Masse zu erreichen, um bei Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand als Alternative zu den vier großen Gesellschaften wahrgenommen zu werden. Durch die Zusammenschlüsse ist der Anteil der Beratungsleistungen in der Branche insgesamt leicht auf gut 7 % gestiegen.

