Empirische Studie

Insolvenzen: Bei der Abwicklung professionell agieren

Die Insolvenzzahlen sind im ersten Halbjahr 2010 weiter angestiegen. Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage ist es für die Abwicklungsabteilungen der Kreditinstitute wichtig, die vielen Problemfälle effizient und gleichzeitig professionell zu betreuen. Eine aktuelle Studie gibt Aufschluss darüber, wie Firmeninsolvenzen in der deutschen Finanzwirtschaft bearbeitet werden. Befragt wurden Abwicklungsspezialisten aus 1.900 Kreditinstituten, geantwortet haben 192 Institute. Michael Neumann, Wolfgang Portisch [mehr lesen]

Corporate Banking

Neue Spielregeln im Firmenkundengeschäft

Im Firmenkundengeschäft werden die Karten neu gemischt. Zahlreiche Kreditinstitute versuchen gegenwärtig, eine neue Positionierung zu finden und formulieren Strategien für die Zeit nach der Krise. Für viele Finanzdienstleister wird das Corporate Banking im Mittelstandssegment künftig eine tragende Säule ihres Geschäftsmodells sein.
  Thomas Schnarr, Klaus Hölzer [mehr lesen]

Bankenregulierung

Das Augenmaß nicht verlieren

Für die deutsche Kreditwirtschaft zeichnet sich eine Verschärfung der Eigenkapitalregelungen kombiniert mit einer Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) ab. Derartige Restriktionen können je nach der spezifischen Situation eines Instituts erhebliche Auswirkungen auf das Kreditvergabepotenzial und/oder die Möglichkeit in vermeintlich risikolose (Staats-)Papiere zu investieren haben. Im folgenden Beitrag werden die in diesem Kontext relevanten Regeln und Überlegungen in einem systematischen Zusammenhang in Grafiken veranschaulicht und Problemfelder aufgezeigt. Die so gewonnene Transparenz könnte zu mehr Augenmaß bei Reformvorhaben beitragen. Gert Jürgen Müller [mehr lesen]

Firmenkundengeschäft

Drohende Insolvenzen frühzeitig erkennen

Befinden sich Unternehmen in der Sanierung, ist es für die Kreditgeber elementar, über ein Frühwarnsystem zu verfügen, das zuverlässig anzeigt, ob der angestrebte Gesundungsprozess scheitern wird. Denn dann können sich die Banken rechtzeitig auf wichtige Maßnahmen im Insolvenzverfahren einstellen und alternative Szenarien planen. Unter Umständen kann mit der zeitnahen Gestaltung eines Insolvenzplanverfahrens, einer übertragenden Sanierung oder einer optimierten Verwertung der Ausfall in Grenzen gehalten werden. Wolfgang Portisch [mehr lesen]

Vorsicht Falle

Die elf größten Irrtümer beim Preismanagement

Kluge Preispolitik bietet Ertragschancen und zusätzliche Potenziale, um Kunden stärker zu binden. Entsprechende Erfolgskonzepte basieren nicht zuletzt darauf, die größten Irrtümer des Preismanagements zu vermeiden. Ein professioneller Projektansatz mit State-of-the-Art-Methoden hilft, möglichen Gefahrenquellen auf die Spur zu kommen. Frank Niemeyer [mehr lesen]

Management von Liquiditätskrisen

Was ist wirklich neu?

Die Finanzkrise hat einen fast nicht abreißenden Strom von Veröffentlichungen regulatorischer Komitees nach sich gezogen. Ein Beispiel war im September 2008 das Papier des Baseler Ausschusses zum Liquiditätsrisikomanagement,1 gefolgt von Vorschlägen der CEBS.2 Beide Papiere beinhalten recht detaillierte Regelungen und fanden über die Anpassung der Bankenrichtlinie3 Eingang in die überarbeitete Version der MaRisk, die seit Anfang 2010 in Kraft ist.4 In den internationalen Papieren finden sich aber wenig Inhalte, die nicht schon von den alten MaRisk abgedeckt waren. Entsprechend enthalten die aktuellen MaRisk keine grundlegenden Änderungen, wohl aber Klarstellungen und im Einzelfall neue oder höhere Anforderungen. Knut Debus [mehr lesen]

Bürokratieabbau

Banken als Erfüllungsgehilfen des Staates

Der Staat bedient sich zunehmend der Kreditwirtschaft als Erfüllungsgehilfen für Gratis-Dienstleistungen, die eigentlich in die originäre Zuständigkeit des Staates fallen. Dabei wird in der Regel von einer Entschädigung abgesehen. Dies wiegt insbesondere vor dem Hintergrund schwer, dass die Kreditwirtschaft mit weitem Abstand die am höchsten mit Bürokratiekosten belastete Branche ist. Als konsequente Folge sollten daher – beispielsweise bei der Inanspruchnahme für das automatisierte Kontenabrufverfahren – angemessene Entschädigungsregelungen für die zahlreichen Inpflichtnahmen der Kreditwirtschaft eingeführt werden. Daniel Hoffmann [mehr lesen]

Risikomodelierung vs. Szenariobetrachtung

Komplementäre Sichtweisen

Die statistischen Methoden der Risikomodelle sowie die aufsichtsrechtlich gebotenen Szenarioanalysen sind von grundlegender Bedeutung für die Banksteuerung. Beide Ansätze haben ihre Stärken und Schwächen, die es realistisch einzuschätzen gilt. Der folgende Beitrag zeigt das Potenzial auf, das sich aus einer sachgerechten Verzahnung beider Perspektiven ergeben kann. Rainer Klingeler, Matthias Koll [mehr lesen]

Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung

Die nächste Etappe

Der Abbau unnötiger Bürokratie ist eine Daueraufgabe. In Europa setzt sich ein neuer Ansatz für „bessere Rechtsetzung“ immer mehr durch: die standardisierte Messung von Bürokratiekosten als Ausgangspunkt für konkrete Zielvorgaben zur Entlastung der Betroffenen und die Schätzung von Belastungsfolgen in Rechtsetzungsprozessen. In Deutschland hat die Große Koalition wesentliche Strukturen zur Umsetzung dieser Methode in die Praxis geschaffen. Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich nun vorgenommen, das Programm weiter auszubauen. [mehr lesen]

Kleine und mittlere Unternehmen

Neupositionierung des Fördergeschäfts

Die KMU in Deutschland stehen vor der Herausforderung, ihren Finanzierungsmix neu zu justieren. Hierbei haben öffentliche Fördermittel sowohl als kurzfristige Liquiditätshilfen als auch als strategischer Bestandteil stark an Bedeutung gewonnen. Kreditinstitute sollten die damit verbundenen Chancen nutzen und die Förderberatung als Geschäftsfeld erschließen bzw. gezielt ausbauen. Jörg Baston, Carsten C. Wendt [mehr lesen]

Steuerung des Kreditportfolios

Risikoeffekte durch Branchenverzahnung

Die verhaltene konjunkturelle Entwicklung wird auch im laufenden Jahr wichtige Wirtschaftszweige belasten und sich negativ auf die Bonität vieler Unternehmen auswirken. Angesichts der ausgeprägten Branchenverzahnung in der deutschen Volkswirtschaft können Risikoeffekte derart entstehen, dass die Krise eines Großunternehmens auf andere Firmen – beispielsweise aus der Zuliefererindustrie – ausstrahlt. Dieser Aspekt muss im Risikomanagement der finanzierenden Banken besondere Berücksichtigung finden. Wolfgang Portisch [mehr lesen]

Internationale Rechnungslegung

Mehr Transparenz durch Management Commentary

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat seine Arbeit an dem „Management Commentary“ fortgesetzt und den Entwurf einer Leitlinie zur Konsultation veröffentlicht. Der Commentary soll den Jahresabschluss begleitende Informationen aus der Perspektive des Managements bereitstellen. Inwiefern sich die Zielsetzung und die inhaltliche Ausgestaltung von der handelsrechtlichen Lageberichterstattung in Deutschland unterscheiden, wird im Folgenden erläutert. Bernd Schulte-Brinker [mehr lesen]

Erfolgreiches Beschwerdemanagement

Das Wohlwollen der Kunden zurückgewinnen

In jedem Unternehmen kommen Fehler vor. Dies hat nicht nur die Verärgerung der betroffenen Kunden zur Folge. Vielmehr werden die negativen Erfahrungen im Freundes- und Bekanntenkreis weitererzählt – und das sehr intensiv, wie eine aktuelle Gallup-Untersuchung zeigt. Umso wichtiger ist daher der richtige Umgang mit Beschwerden. Auf diese Weise lässt sich nicht nur das Wohlwollen der Kunden zurückgewinnen, gutes Beschwerdemanagement kann sogar zu einer Steigerung der Kundenbindung beitragen. Marco Nink [mehr lesen]

Adressrisikomodelle

Die Risikoeinschätzung verbessern

Werden im Risk Management der Banken die Unsicherheiten bei der Schätzung von Risikoparametern ausgeblendet, kann dies insbesondere bei Adressrisiko- Portfolien hoher Bonität zu einer erheblichen Unterschätzung des Kapitalbedarfs führen. Für eine konsistente Risiko-Return-Steuerung bietet sich ein Bayes-Ansatz an, der die Schätzunsicherheit berücksichtigt. Der folgende Beitrag zeigt die Umsetzung und die Ergebnisse eines solchen Modells. Ralf Korn, Nina Fraß, Stephan Vorgrimler, Jan Schnabl [mehr lesen]

Preis -Scorecard

Systematisch die Ertragskraft stärken

Die Balanced Scorecard ist ein geeignetes Instrument, um die finanziellen Oberziele einer Bank in vorgelagerte strategische und operative Werttreiber herunterzubrechen. Ein entscheidender Werttreiber für Banken ist dabei die Einführung eines professionellen Preis- und Vertriebsmanagements, die durch spezielle Preis-Scorecards unterstützt werden sollte. Georg Wübker, Christoph Bauer [mehr lesen]

Attraktive Filialformate

Erlebniswelten für Kunden

Für Filialbanken ist der stationäre Vertrieb immer noch der wichtigste Ertrags- und Wachstumstreiber. Das soziogeografische Marktumfeld in Deutschland ist jedoch geprägt von signifikanten Veränderungen: Bevölkerungs- und Kaufkraftwanderungen in die Wachstumskerne führen dazu, dass sich attraktive geographische Märkte verschieben. Gleichzeitig verändert sich die Wettbewerbsstruktur im Retailgeschäft. In der Gunst der Kunden gewinnen moderne Filialformate mit neuen Erlebniswelten immer mehr an Bedeutung. Rainald Kirchberg, Dominik Georgi [mehr lesen]

Outsourcing in der Finanzwirtschaft

Gibt es eine optimale Wertschöpfungstiefe?

Outsourcing – ein Modebegriff der lange Zeit als zentraler Hebel zur Steigerung von Profitabilität und Effizienz deutscher Banken gesehen wurde. Die Organisation sollte verschlankt, und die Kosten gesenkt werden. Doch hat es sich gelohnt – dem Vorbild der Automobilindustrie folgend – ganze Bereiche auszulagern? Die folgende empirische Untersuchung gibt Antworten auf diese und weitere Fragen rund um die Wertschöpfungstiefe. Holger G. Köckritz, Roman Simschek, Markus Schimmer [mehr lesen]

Optimierungsfelder für profitables Wachstum
Sales Excellence in Banken und Sparkassen

Optimierungsfelder für profitables Wachstum

Immer wieder verläuft die Ergebnisentwicklung in ausgewählten Geschäftsfeldern nicht planmäßig, so dass eine Optimierung oder Restrukturierung notwendig erscheint. Eine aktuelle Studie offenbart, dass unter anderem Trainingspotenziale in der Vertriebsmannschaft nicht oder nur wenig systematisch identifiziert sind, immer noch viele Kunden nicht im optimalen Vertriebsweg betreut werden, die Kundenausschöpfung sehr zu wünschen übrig lässt und das Marktwissen noch deutlich ausgebaut werden kann. Der vorliegende Beitrag zeigt die Optimierungspotenziale auf. Peter Klenk [mehr lesen]
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Stichwort
  • » Die größten Insolvenzen des Jahrzehnts: Seit der Jahrtausendwende wurden rund 340.000 Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland gezählt. Das entspricht in etwa der Hälfte des heutigen Unternehmensbestandes Nordrhein-Westfalens. Die größte Insolvenz des vergangenen Jahrzehnts war die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor in diesem Jahr.
Buchtipp
  • » Sanierung und Insolvenz aus Bankensicht: Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten stellt die Betreuung sanierungsbedürftiger Unternehmen eine erhebliche Herausforderung für die betroffenen Hausbanken dar. Die Bewertung der Sanierbarkeit des Unternehmens gibt im negativen Fall den Ausschlag für einen möglichen Kapitalverlust der Bank und den Verlust einer Vielzahl von Arbeitsplätzen.
     
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