Neben Bonus auch Malus möglich
Die Commerzbank hat zu Jahresbeginn ein neues Vergütungsmodell für die erste und zweite Führungsebene sowie für die übrigen außertariflich bezahlten Mitarbeiter eingeführt. Für die kapitalmarktnahen Bereiche Corporates & Markets und Treasury gelten seitdem ebenfalls neue Regeln.
Auch bei den Tochtergesellschaften wurde die Vergütungsstruktur überprüft. Insbesondere Mitarbeiter der ersten und zweiten Führungsebene erhalten einen Teil ihrer variablen Bezüge als so genannte Share Awards, die erst nach drei Jahren zur Auszahlung kommen. Die Höhe der Zahlung hängt von der mittelfristigen Entwicklung des Aktienkurses ab. Ansprüche können auch verfallen, etwa wenn aus Sicht der Bank zu hohe Risiken eingegangen wurden. Die Vergütung unterliegt damit einem Bonus-Malus-System. In den kapitalmarktnahen Bereichen ist der variable Anteil der Gesamtvergütung prozentual höher als in den anderen Geschäftsfeldern. Er kommt hier zu zwei Dritteln mit zeitlicher Verzögerung zur Auszahlung. Die eine Hälfte davon entfällt auf Share Awards, die andere wird auf einem Bonuskonto angespart. Hier gibt es ein zusätzliches Malus-System: Werden Ziele nicht erreicht, gehen in den Bonus eingezahlte Beträge ganz oder teilweise verloren. Das Modell setze dadurch Anreize, sich langfristig für einen nachhaltigen Erfolg des Instituts zu engagieren.

