Arbeitsplätze als sicher empfunden
Am Arbeitsmarkt für Experten im Finanz- und Rechnungswesen sind der Personalberatung Robert Half zufolge erste Anzeichen von Optimismus zu erkennen. Gegenüber einer Befragung vor einem halben Jahr planen jetzt deutlich mehr Unternehmen die Neueinstellung von Mitarbeitern. Demnach dürfte die Zeit der personellen Schrumpfkur bei einer wachsenden Anzahl von Finanzabteilungen zu Ende gehen.
Konkret plane derzeit nahezu jedes vierte Unternehmen, in den nächsten sechs Monaten die Belegschaft zu vergrößern. Vor einem halben Jahr zeigten sich die Firmen noch deutlich pessimistischer, als nur gut jede zehnte innerhalb der nächsten sechs Monate neue Mitarbeiter in diesen Bereichen rekrutieren wollte. Auch im internationalen Vergleich sind die deutschen Betriebe deutlich zuversichtlicher als ausländische Unternehmen, von denen nur 16 % neue Stellen ausschreiben wollen. Die Anzahl der Firmen, die Personal abbauen müssen, ist in Deutschland leicht zurückgegangen - von 16 % im Frühjahr 2009 auf zuletzt 14 %. Aber nicht nur die Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft, sondern auch die Mitarbeiter. Sie beurteilen ihre Jobs mit großer Mehrheit als sicher. Vier von fünf Experten im Finanzwesen machen sich keinerlei Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Nur wenige fürchten, demnächst ein Kündigungsschreiben ihres Arbeitgebers zu bekommen. Weniger optimistisch schätzen die deutschen Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen hingegen die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz ein. Dies wird bei den Erwartungen hinsichtlich Gehaltssteigerungen, Bonuszahlungen oder Mehrarbeit aufgrund des Weggangs von Kollegen deutlich.


