Anstieg bei Banken unter dem Durchschnitt
Im Unterschied zu anderen Branchen hatte die erfolgsabhängige Barvergütung der Vorstände großer deutscher Banken im Jahr 2010 noch nicht wieder das Niveau von vor der Krise erreicht. Lediglich die aktienbasierte Vergütung - der Wert der im Geschäftsjahr gewährten Anteile und Aktienoptionen - lag zuletzt auf Höhe der Jahre 2006 bzw. 2007.
Nachdem die erfolgsabhängige Entlohnung in Banken 2008 erwartungsgemäß gesunken war, zeichnete die Entwicklung der Boni auch zuletzt die Gewinne der Banken nach. Diese Details ergeben sich aus einer Untersuchung des Bundesanzeiger Verlags zu den Vorstandsgehältern in Unternehmen, die in den verschiedenen Segmenten des Prime Standard am deutschen Aktienmarkt gelistet sind. Die Studie hat den Anspruch, einen realistischen Vergütungsvergleich zu ermöglichen und differenziert daher zwischen Vorstandsvorsitzenden und regulären Vorstandsmitgliedern. Bei anderweitigen Durchschnittsbetrachtungen für den Gesamtvorstand werden Unterschiede vernachlässigt, die sich beispielsweise aus der Prämie für Vorstandsvorsitzende im Zuge der Gesamtverantwortung ergeben. Auch die Zusammensetzung des Vergütungspakets sowie die Abhängigkeit der Vergütung vom Unternehmenserfolg variiert zwischen regulären Vorstandsmitgliedern und dem Vorsitzenden. Um die Daten weiterhin vergleichbar zu machen, wurde berücksichtigt, wenn Vorstandsmitglieder nur für einen Teil des Geschäftsjahrs bestellt waren. Die Untersuchung gibt ebenfalls Aufschluss über den Zusammenhang zwischen der Höhe der Vergütungsbestandteile und bestimmten Erfolgsziffern. Daraus lässt sich auch das Verhältnis zwischen dem Anlageerfolg der Kapitalgeber und der Bezahlung des Vorstands ableiten.


