Vor allem regionale Deals lohnen sich
Zu Beginn dieses Jahres haben sich die M&A-Aktivitäten intensiviert. Dabei erwiesen sich insbesondere regionale Merger als besonders erfolgversprechend. Laut einer Analyse weltweiter M&A-Transaktionen mit einem Volumen von mindestens 100 Mio US-$ durch die Unternehmensberatung Towers Watson kamen im ersten Quartal 2010 insgesamt 148 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 146,7 Mrd US-$ zustande.
Die übernehmenden Firmen konnten dabei den durchschnittlichen Wertzuwachs des MSCI World Indexes um 4,3 Prozentpunkte übertreffen. Der Vergleichswert für das Gesamtjahr 2009 liegt bei 3,2 Prozentpunkten, die vor allem durch die Performance des Pharma- und Finanzdienstleistungssektors erzielt wurden. Diese Branchen zählten mit 21 bzw. 27 großen Deals neben Rohstofflieferanten (21 Transaktionen) 2010 erneut zu den aktivsten. Übereinstimmend mit den Ergebnissen früherer Ausgaben der Studie zeigt sich, dass M&A-Transaktionen innerhalb einer Region größere Wertzuwächse aufweisen als transkontinentale Fusionen und Übernahmen. Der Performance-Unterschied zwischen rein regionalen und den überregionalen Transaktionen beträgt im ersten Quartal 2010 rund 5,2 Prozentpunkte (1,5 versus 6,7). Im vierten Quartal 2009 lag die Differenz noch bei 1,8 Prozentpunkten (5,2 versus 7,0). Die Unternehmensberater weisen angesichts einer zunehmend gesundenden Weltwirtschaft allerdings auch explizit auf das Potenzial grenzüberschreitender Transaktionen hin. Vor allem M&A-Transaktionen in Europa zeichnen sich durch ihren internationalen Charakter aus. Hier sind 60 % aller Deals länder- bzw. regionenübergreifend. Dagegen sind Zusammenschlüsse nordamerikanischer Unternehmen mit 73 % wesentlich stärker regional geprägt.


