Mehr Sparer als Nichtsparer
Zum ersten Mal seit fünf Jahren gibt es in Deutschland wieder mehr Sparer als NichtSparer. Das besagt zumindest eine Umfrage der privaten Bausparkassen, nach der 51 % der Bundesbürger zu letzt Geld auf die hohe Kante legten – gut drei Prozentpunkte mehr als im Sommer 2011.
Als Grund nennt der Verband den Rückgang der Arbeitslosigkeit und die gute Auftragslage in den Betrieben durch den zurückliegenden Aufschwung. Bei den Sparzielen ist die Rangfolge seit langem unverändert, aber die meisten Motive waren zuletzt stärker ausgeprägt: Zwei Drittel der Bundesbürger sparen für ihre Altersvorsorge (+3,8 Prozentpunkte), auf Platz zwei folgt das Sparziel „Konsum/spätere Anschaffungen“ mit knapp 58 % (+1,5 Prozentpunkte). Drittwichtigstes Sparziel bleibt der Erwerb oder die Renovierung von Wohneigentum mit 51 % (+0,8 Prozent punkte). Weniger Befragte äußerten dagegen die Absicht im Sinne einer Kapitalanlage zu sparen (3,2 Prozentpunkte auf 34 %). Die verbesserte Sparfähigkeit und das Bewusstsein für eine höhere Sparnotwendigkeit zeigen sich auch beim SparklimaIndex: Er wird als Saldo aus den ProzentAnteilen derjenigen, die künftig mehr sparen wollen, und derjenigen, die künftig weniger sparen wollen, berechnet und verzeichnete einen nochmaligen Anstieg von 2,4 auf 1,8. Das ist der höchste Stand seit dem Jahr 2000.

