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Potenzial mobiler Bezahlverfahren

Kommunikationsexperten optimistisch

Mobile Payment ist als Bezahlverfahren über das Mobiltelefon für deutsche Verbraucher attraktiv. Zumindest gilt das laut Telekommunikationsexperten von Capgemini Consulting für diejenigen, die auch das Internet nutzen. Demnach liegt das Potenzial bei 24 Mio Kunden in Deutschland, die langfristig Mobile Payment als Ergänzung zu existierenden Zahlungsmitteln wie Bargeld oder gar als deren Ersatz nutzen würden.

Nach Hochrechnungen aus der Umfrage sind 3,2 Mio Konsumenten bereit, für die Nutzung mobiler Zahlungsdienste monatlich zwischen 2 € und 5 € zu bezahlen. Die Unternehmensberater schätzen das mögliche Marktvolumen durch Endkundengebühren auf 600 Mio €. Sicherheit sei für die befragten Bundesbürger ein entscheidender Aspekt des mobilen Bezahlens. Für eine einmalige Registrierung würden die Befragten daher auch einen etwas komplizierteren Prozess in Kauf nehmen, wenn dieser das Vertrauen in die Sicherheit der Methode erhöhe. Als weitere wichtige Aspekte nannten die Verbraucher Einfachheit und Transparenz. Dass die Mehrheit der Befragten die direkte Abbuchung der Zahlungen vom Bankkonto als bevorzugten Verrechnungsweg nannte, werten die Studienautoren als Vertrauensbonus für die Banken im Zahlungsverkehr. Trotz dieser an sich günstigen Voraussetzungen würden sich die Kunden erst dann auf Mobile Payment als Zahlungsweg verlassen und es regelmäßig nutzen, wenn eine weitreichende Akzeptanz beim Handel geschaffen werde. Dies müssten potenzielle Anbieter von Mobile Payment gewährleisten. Außerdem bedürfe es der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsanbietern und Banken, um die Synergien des neuen Geschäftsfeldes zu erschließen.

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Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 01/2010
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Stichwort
  • » Geldvermögen wieder im Aufwärtstrend: Das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im abgelaufenen Jahr 2009 nach Schätzungen von Allianz Global Investors auf 4,64 Billionen € gewachsen. Damit liegt das Bruttogeldvermögen Ende 2009 um 4,4 % höher als im Jahr 2008, in dem es auf 4,45 Billionen € gesunken war.
Buchtipp
  • » Max M. Warburg: Die Geschichte des Bankiers Max M. Warburg ist auch die Geschichte des Bankhauses Warburg und der Familie vor dem Hintergrund der jeweiligen politischen Verhältnisse. Gabriele Hoffmann fügt ihrer Biografie über Max Warburg diesen drei Ebenen eine vierte hinzu: den Antisemitismus.

 

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