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Trotz der Schnäppchen-Mentalität

Kaum Vergleich von Bankprodukten

Finanzielle Sicherheit ist fast zwei Dritteln der Deutschen (59 %) sehr wichtig. Allerdings interessiert sich gerade einmal die Hälfte davon (31 %) für sichere Geldanlagen oder die Altersvorsorge. Und diese Einstellung zeigt sich auch im Alltag, wo lediglich 5 % der Bürger häufig mit Bekannten oder Kollegen über Geld sprechen.

Eine Umfrage zur Haltung der Deutschen gegenüber Geld und Finanzen im Auftrag der Comdirect Bank zeigt auch, dass das Sparpotenzial bei Finanzprodukten zu großen Teilen ungenutzt bleibt: Während 57 % der Deutschen regelmäßig Spritpreise vergleichen und jeder Vierte Mobilfunktarife genau unter die Lupe nimmt, vergleicht nur jeder Zehnte regelmäßig die Konditionen der Banken. Ein Viertel der Bürger gibt sogar an, bei Finanzdienstleistungen nie die Konditionen zu vergleichen. Über Finanzthemen fühlen sich 39 % der Deutschen gut oder sehr gut informiert. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Männern (45 %) und Frauen (34 %). Nach eigenen Angaben haben mittlerweile 38 % der Befragten ihren Umgang mit Geld als Konsequenz aus der Finanzkrise verändert (2009: 21 %). So sind bei der Ausgabenplanung auch klare Prioritäten erkennbar: Neben alltäglichen Aufwendungen stehen Schuldentilgung oder Sparen bei den Deutschen an erster Stelle. Das Freizeitvergnügen findet sich dagegen erst am Ende der Liste.

Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 09/2010
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Stichwort
  • » Geldvermögen wieder im Aufwärtstrend: Das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im abgelaufenen Jahr 2009 nach Schätzungen von Allianz Global Investors auf 4,64 Billionen € gewachsen. Damit liegt das Bruttogeldvermögen Ende 2009 um 4,4 % höher als im Jahr 2008, in dem es auf 4,45 Billionen € gesunken war.
Buchtipp (B)
  • » Immobilien günstig ersteigern: Das leicht verständlich geschriebene Buch führt in die Themen Zwangs- und – angesichts steigender Scheidungsraten und Erbauseinandersetzungen immer wichtiger – Teilungsversteigerung ein. Die Perspektive ist die des potenziellen Käufers, dem zunächst prägnant das „Wo, Wer, Was und Wie der Versteigerung“ erläutert wird.

     

 

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