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Globale Finanzbranche

Im Zeichen der Krise

2008 wird als schwarzes Jahr in die Bankengeschichte eingehen. Die Gewinne der 1.000 größten Banken der Welt und ihre durchschnittliche Kapitalrendite sind auf breiter Front eingebrochen. Andere wichtige Indikatoren wie Kapitalbasis und Bilanzsumme, aber auch das Gesamtgefüge der Top 1.000 entwickeln sich stabiler als erwartet. Und doch: Selten war es schwerer abzuschätzen, wie es auf globaler Ebene mit der Finanzbranche weitergeht. Ein Blick auf die diesjährige Analyse des britischen Fachmagazins „The Banker“. | Dirk Franke

aufmacherba1009_kl.gifDie Zahl ist ein Schlag für die Finanzwelt, aber sie kommt doch nicht ganz unerwartet nach all dem, was sich spätestens seit dem 15. September 2008, dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers, an den internationalen Finanzmärkten abgespielt hat: Um 85 % sind die aufsummierten Vorsteuererträge der 1.000 führenden Banken der Welt im Geschäftsjahr 2008 zusammengeschmolzen – von 781 Mrd US-$ auf nur noch 115 Mrd US-$. Auch das Geschäftsjahr 2007 hatte schon im Zeichen schwerer Turbulenzen gestanden – aber damals sprach man noch von der „Subprime-Krise“. Gewinne 2008: Dramatischer EinbruchSie war auf bestimmte Marktsegmente beschränkt und hatte sich noch nicht zu einer systemischen Krise ausgewachsen, zu dem Flächenbrand, der bald die Finanzzentren und dann auch die Realwirtschaft rund um den Erdball erfassen sollte. Seinerzeit aber, per 31. Dezember 2007, hatte die Finanzbranche ihre Gewinne zumindest noch auf dem Niveau des Vorjahres halten können .

Weltspitze mit Verlusten

Besonders hart trifft der Gewinneinbruch die größten Banken der Welt: Zum ersten Mal in der 39-jährigen Geschichte des Ranking fahren die 25 kernkapitalstärksten Institute der Welt zusammen einen Verlust von 32,4 Mrd US-$ ein – die Top 5 der Welt müssen insgesamt sogar ein Minus von 95,8 Mrd US-$ hinnehmen. Die größten Verluste verzeichnen die britische Royal Bank of Scotland (59,3 Mrd US-$; Platz 4 der Welt), die amerikanische Citigroup (53,1 Mrd US-$; Platz 3 der Welt) und die US-Bank Wells Fargo (47,8 Mrd US-$; Platz 6 der Welt).

Ähnlich wie der aggregierte Gewinn der Top 1.000 entwickelt sich die Kapitalrendite: Nach dem moderaten Rückgang von 23,4 % auf 20,0 % im Geschäftsjahr 2007 ist der Return on Capital der Top 1.000 im Geschäftsjahr 2008 auf ganze 2,69 % eingebrochen. Dieser Rückgang hat allerdings auch eine statistische Ursache: Denn um mit ihren Verlusten und Wertberichtigungen fertig zu werden, haben Banken weltweit ihre Kapitalbasis erweitert, teilweise durch Nutzung staatlicher Stabilisierungsprogramme. Auf diese Weise erhöhte sich das zusammengefasste Kernkapital – in der Definition der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) – um 9,7 % auf 4,3 Bio US-$. Auch die aggregierte Bilanzsumme der Top 1.000 ist gestiegen: um 6,8 % auf 96,4 Bio US-$. Das ist ein moderater Zuwachs – und dies steht in krassem Gegensatz zum Trend der Vorjahre. Allein im Geschäftsjahr 2007 war das Gesamtvermögen der Top 1.000 um 21,6 % auf 90,3 Bio US-$ geklettert. Die Experten des „Banker“ ziehen daraus den Schluss: „Die Verdopplung der Bilanzsumme zwischen 2003 und 2008 ist jetzt klar erkennbar als einer der Treiber der Krise.“

Doch nicht nur das Gesamtvolumen von Kernkapital und Bilanzsumme der Top 1.000 entwickeln sich in der Krise stabiler als erwartet. Auch die Größenverhältnisse der Banken zueinander ähneln in weiten Teilen denen der Vorjahre: Der Umsturz im Gefüge der globalen Finanzbranche ist ausgeblieben. Die Top 5 des Vorjahres sind auch die aktuellen Top 5, auch wenn sie die Plätze tauschen: Neuer Spitzenreiter ist JP Morgan Chase (nach Rang 4 im Vorjahr).Die Top 25 der Welt nach Kernkapital Nach der Übernahme von Bear Stearns und Washington Mutual führt dieses Haus mit einem Kernkapital von 136,1 Mrd US-$ – ein Plus von 53 % gegenüber dem Vorjahr – nun das Ranking an. Rang zwei belegt die durch die Übernahme von Merrill Lynch im Kernkapital um 45 % gewachsene Bank of America (vorher Platz 5).

Nur wenige Neulinge in den Top 25

Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen die Citigroup (zuvor Rang 2), die Royal Bank of Scotland (zuvor Rang 3) und HSBC Holdings (zuvor Rang 1). Auf dem sechsten Platz steht mit Wells Fargo eine Bank, die ihr Kernkapital durch die Übernahme von Wachovia um 136 % steigert und im Listing, von Platz 23 kommend, 17 Ränge überspringt. Und bis auf vier Neueinsteiger – Goldman Sachs, Morgan Stanley, die Société Générale und die Agricultural Bank of China – setzt sich auch das restliche Feld der Top 25 aus denselben Banken zusammen wie im Vorjahr, wenn auch teils mit neuer Rangfolge.

Dies sind sechs US-amerikanische, vier chinesische, je drei britische, japanische und französische sowie je zwei italienische und niederländische Banken. Jeweils ein Haus kommt aus Spanien – Santander Central Hispano – und aus Deutschland: die Deutsche Bank. Sie erreicht wie zuvor Platz 21 der Welt mit einem Kernkapital von 43,3 Mrd US-$ ” 2. Die Commerzbank schafft es – wie im Vorjahr – nicht unter die Top 25, jedoch mit einem Kernkapital von 31,3 Mrd US-$ auf Rang 29 der Welt. Am Gesamtbild der Top 25 nach Kernkapital ändert sich nicht sehr viel, wenn man – ein Novum des Ranking für 2008 – die Kapitalanteile herausrechnet, die krisenbedingt vom Staat gehalten werden. Auch dann bleiben JP Morgan Chase und die Bank of America an der Spitze, doch Citigroup und Royal Bank of Scotland fallen aus den Top 5 heraus – dafür rückt die britische HSBC, die bislang ganz ohne Staatshilfe ausgekommen ist, von Rang 5 auf Rang 3 vor.

Nicht zuletzt die Kapitalzuwächse im Feld der Big Player führen dazu, dass der Trend zur Konsolidierung der Bankenwelt (gerade) in der Krise anhält. Die 25 größten Banken der Welt halten nunmehr 40 % des Kernkapitals der Top 1.000 und 45 % der Bilanzsumme – und sie sind zugleich zu einem großen Teil verantwortlich für die miserable Ertragslage. Während die der Top 25 zusammen einen Verlust von 32,4 Mrd US-$ einfahren, beläuft sich der aufsummierte Gewinn der Top 1.000 auf 115 Mrd US-$. Die Top 25 der Welt nach GewinnenDie fünf Institute mit dem höchsten Gewinn im Jahr 2008 kamen aus China und Spanien. Den größten Ertrag erzielten die Industrial and Commercial Bank of China, die China Construction Bank, Santander Central Hispano, die Bank of China und die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, dicht gefolgt auf Rang 6 von HSBC Holdings.

Ist Asien der große Gewinner?
Die chinesischen Banken im Ranking kommen zusammen auf Vorsteuergewinne von 84,5 Mrd US-$ – mit weitem Abstand auf die Verfolger: Japan steht mit 16,5 Mrd US-$ an zweiter und Brasilien mit 11,7 Mrd US-$ an dritter Stelle. US-Banken realisieren einen aggregierten Verlust von 91,0 Mrd US-$, in der Größenordnung also der chinesischen Gewinne, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Britische Häuser verlieren unter dem Strich 51,2 Mrd US-$, und die Institute aus der EU präsentieren sich ebenfalls schwach mit einem Gesamtminus von 16,1 Mrd US-$.

Dementsprechend ändern die großen Bankenmärkte der Welt ihr Profil: Mit über der Hälfte der Bilanzsumme und 37 % des Gesamtkapitals der Top 1.000 bleiben europäische Banken vermögens- und kapitalstark, rutschen in puncto Profitabilität aber in die Verlustzone. Noch sehr viel stärker bricht in dieser Hinsicht der Bankenmarkt USA ein, während China mit ausgewogenen Anteilen an Bilanzsumme und Kernkapital aufwartet, um bei den Gewinnen zu glänzen.

Interessant: Anders als im Vorjahr fällt eine Reihe namhafter Institute aus den Top 25 nach Gewinnen heraus. Das gilt unter anderem für die Deutsche Bank, JP Morgan Chase, die Royal Bank of Scotland, Credit Suisse, Wells Fargo, HBOS, Mitsubishi UFJ, Intesa San Paolo und Sumitomo Mitsui Financial. Was bedeuten diese Befunde in der Gesamtschau? Offensichtlich bleiben die vor der Krise dominierenden Banken dank ihrer Größe auch in der Krise kapitalstark, müssen aber empfindliche Ertragseinbußen hinnehmen. Der Vorteil der Big Player in guten Zeiten, in Jahren des wirtschaftlichen Wachstums, nämlich ihre globale Reichweite und ihre Fähigkeit, Skalenerträge zu realisieren, wandelt sich in schwieriger Zeit zum Nachteil, führt aber im Normalfall nicht direkt zum Downsizing.

Größe: Ein zweischneidiges Schwert
Eine andere Frage ist: Verlagert sich das Gravitationszentrum der Finanzwelt von Westen nach Osten, von den USA und Europa nach Asien? Gerade weil die Lage der Branche lange nicht mehr so volatil war wie heute, wäre es falsch, allein aus den Zahlen des Ausnahmejahres 2008 auf langfristige Verschiebungen zu schließen. Aber klar ist: Dies ist mehr als eine Momentaufnahme – mit Chinas Banken ist zu rechnen. Schon in den Jahren vor der Krise haben sie sich – langsam, aber sicher – ein immer größeres Stück vom Kuchen der globalen Finanzmärkte abgeschnitten, sowohl gemessen an Gewinn und Ertragsstärke als auch an ihrer Anzahl in den Top 1.000.

Jetzt finden sich vier chinesische gegenüber sechs US-amerikanischen Banken in den Top 25 nach Kernkapital, davon drei in den Top 13 – nachdem es noch vor sechs Jahren kein einziges Institut aus China in dieses Feld geschafft hat. Acht chinesische Banken haben im Geschäftsjahr 2008 erstmals das Feld der Top 1.000 erreicht, und fünf derjenigen Insitute mit den höchsten Sprüngen innerhalb des Ranking kommen aus China; allein die Huishang Bank katapultiert sich um 422 Plätze nach vorn.

Das alles spricht eine deutliche Sprache. Und das makroökonomische Umfeld für Chinas Finanzbranche ist günstig, nicht zuletzt dank des riesigen, aufstrebenden Heimatmarktes. Während die Volkswirtschaften in Amerika und Europa mit schweren Rezessionen zu kämpfen haben, hat die Weltbank erst kürzlich ihre Prognose für das Wachstum der chinesischen Wirtschaft im laufenden Jahr von 6,5 % auf 7,2 % heraufgesetzt. Ein anderes Bild zeigt sich mit Blick auf die drei übrigen Mitglieder des BRIC-Quartetts: Brasilien, Russland und Indien bleiben steil aufstrebende Volkswirtschaften, aber auf ihre Bankenmärkten hat dieser Erfolg im Geschäftsjahr 2008 noch nicht durchgeschlagen: Die jeweils größten Institute aus diesen Ländern finden sich im Ranking erst auf den Plätzen 33 (Itaú Unibanco), 38 (Sberbank) und 64 (State Bank of India).

Deutsche Bank: Bei der Bilanzsumme Platz 2 der Welt

Noch keinen Niederschlag findet der relative Erfolg chinesischer Banken im Ranking nach der Marktkapitalisierung. Zwar führt die China Construction Bank mit einem Börsenwert von 163,2 Mrd US-$ per 16. Juni 2009 das Feld an, aber sowohl die International and Commercial Bank of China – Spitzenreiter im Vorjahr – als auch die Bank of China (zuvor Platz 4) rutschen aus den Top 5 heraus auf die Plätze 10 und 21. Die Top 25 der Welt nach MarktkapitalisierungGanz anders die Deutsche Bank: Wiederum als einziges deutsches Institut schafft sie es hier – anders als im Vorjahr – in die Top 25 und belegt mit einem Börsenwert von 38,3 Mrd US-$ Platz 19. Die Citigroup, im Vorjahr noch auf Rang 9, fällt aus den Top 25 heraus.

Traditionell schlägt die Stunde europäischer Banken, wenn man das Gesamtvermögen als Maßstab heranzieht. Nach diesem Kriterium ist die Royal Bank of Scotland mit einer Bilanzsumme von 3,5 Bio US-$ – wie im Vorjahr – die größte Bank der Welt.die top 25 der welt nach bilanzsumme Den Titel des Vizeweltmeisters kann hier die Deutsche Bank mit 3,1 Bio US-$ verteidigen, mit knappem Abstand vor der Barclays Bank und BNP Paribas ”. Die Commerzbank – im Geschäftsjahr 2007 noch auf Rang 22 nach Bilanzsumme schafft es jetzt nicht mehr in die Top 25 der Welt, genauso wenig wie die belgische Fortis und die italienische Intesa San Paolo. Dafür gibt es drei Neueinsteiger in den Top 25 nach Bilanzsumme: Wells Fargo sowie – dies wieder ein Aufstieg mit Symbolwert – die Agricultural Bank of China und die Bank of China.

Europa: Big Player aus Großbritannien und Frankreich

Richtet man den Blick nach Europa, dann zeigt sich, dass hier, wie im Vorjahr, britische und französische Banken den Ton angeben: Unter den 25 größten Instituten aus Westeuropa sind allein sechs Häuser aus Großbritannien – angeführt von der Royal Bank of Scotland mit einem Kernkapital von 101,8 Mrd US-$ und HSBC Holdings auf Platz zwei – und fünf Banken aus Frankreich: Crédit Agricole rangiert auf Platz 3, und BNP Paribas platziert sich hinter Santander Central Hispano auf Platz 5. Zwei weitere Banken aus Spanien – insgesamt also drei – schaffen es in die Top 25 Westeuropa. Zwei Banken jeweils aus den Niederlanden, Italien, Deutschland, der Schweiz und Belgien sowie die Nordea Group aus Schweden vervollständigen dieses Feld. Dabei erreichen die Deutsche Bank Platz 9 und die Commerzbank Platz 16 in Europa.

Die Dominanz britischer und französischer Häuser unter den größten Banken in Europa wird noch augenfälliger, wenn man nicht allein die Zahl der Institute in den Top 25 betrachtet, sondern auch das Gewicht aller Banken aus einem Land im Hinblick auf die Kapitalstärke. Legt man diesen Maßstab an, dann kommen die sechs Institute aus Großbritannien insgesamt auf annähernd ein Drittel des Kernkapitals der Top 25 Westeuropa und die fünf französischen Banken auf mehr als ein Fünftel – mithin zusammen auf mehr als die Hälfte des Kernkapitals der 25 größten westeuropäischen Banken.

Mit deutlichem Abstand folgen die spanischen, niederländischen und italienischen Häuser – und platzieren sich doch immer noch vor den beiden deutschen Instituten: der Deutschen Bank und der Commerzbank. Dies ist ein weiteres Indiz für die fortbestehende Kleinteiligkeit des deutschen Bankenmarktes: Im europäischen Maßstab und mit Blick auf die Bedeutung der deutschen Volkswirtschaft hat Deutschland nach wie vor zu wenige und zu kleine Großbanken.

Das Ziel: Nachhaltige Ertragskraft
2008 war ein schwarzes Jahr für die Bankenwelt – ein Ausnahmejahr, dessen Trends einfach fortzuschreiben unzulässig wäre. Kapitalrendite: China deklassiert den Rest der WeltAber richtig ist: Chinesische Banken arbeiten in der Krise deutlich profitabler als westliche Institute ”und rücken im Kräftevergleich der globalen Bankenmärkte auf, auch wenn es ihnen noch an Kapitalstärke mangelt: Das größte chinesische Institut, die Industrial and Commercial Bank of China, kommt mit einem Kernpital von 74,7 Mrd US-$ nur auf gut die Hälfte des Spitzenreiters JP Morgan Chase. Es wird sich zeigen, ob die Experten des „Banker“ richtig liegen, wenn sie den Schluss ziehen: „Immer wieder haben westliche Banken eine erstaunliche Fähigkeit bewiesen, sich neu zu erfinden und mit dem Wandel auf globaler Ebene Schritt zu halten.“

Dennoch: Das Gravitationszentrum der Finanzwelt verschiebt sich wieder ein Stück weiter in Richtung Asien – wie weit aber und wie dauerhaft, das haben US-amerikanische und europäische Banken nach wie vor in der Hand. Denn sie bleiben einstweilen kapitalstark und groß, müssen diese Vorteile aber rasch wieder in nachhaltige Profitabilität ummünzen. Auf dieses Ziel kommt es an. Es wird sich aber gewiss nur in dem Maße erreichen lassen, wie der gesamtwirtschaftliche Wachstumsmotor wieder anspringt. Und unabhängig davon: Die Performance einiger europäischer, insbesondere spanischer Banken in der Krise, aber auch die guten, teilweise eindrucksvollen Zahlen, die einige amerikanische Häuser und auch die Deutsche Bank in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres vorgelegt haben, sprechen für eine Rückkehr zu mehr Profitabilität. Ob es schon nachhaltige Profitabilität ist, wird man sehen.

Kompakt
Gewinne und Ertragskraft: Die Erträge der globalen Finanzbranche schmelzen auf ein Sechstel des Vorjahreswerts zusammen. Besonders hart trifft der Gewinneinbruch die größten Banken der Welt. Die Top 5 der Welt verlieren per Saldo an die 100 Mrd US-$. Kapitalstärke und Bilanzsummen: Das Kernkapital und die Bilanzsumme der Top 1.000 steigen moderat. Auch das Gefüge der größten Banken der Welt entwickelt sich stabil – im Spitzenfeld des Ranking gibt es relativ wenig Veränderung. Spitzenreiter: Die größte Bank der Welt ist nach Kernkapital JP Morgan Chase, nach Bilanzsumme die Royal Bank of Scotland und nach Börsenwert die China Construction Bank. Den größten Gewinn hat die Industrial and Commercial Bank of China erzielt. Globale Bankenmärkte: Chinesische Banken arbeiten in der Krise deutlich profitabler als westliche Institute. US-amerikanische und europäische Banken bleiben kapitalstark und groß, müssen aber beweisen, dass sie dies wieder in nachhaltige Profitabilität ummünzen können.
 

Dr. Dirk Franke ist Direktor im Bundesverband deutscher Banken, Berlin.
Der Artikel ist erschienen in der Ausgabe 10/2009
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